• Text und Foto: C*

Fragezeichen


Meine Überzeugung, dass Gedanken machtvoll sind, ist nicht gerade besonders verwegen - vermutlich hat jeder bewusste Mensch bereits seine ganz persönlichen Erfahrungen mit der Kraft der Gedanken gemacht.

Wie achtsam bin ich, wenn ich meine Gedanken aussende, ob unausgesprochen oder ausgesprochen?

Erschaffe ich Gedanken, die mich begrenzen oder sind sie mir aktive Wegbereiter, mich möglichst frei zu machen? Errichten meine Gedanken Barrieren oder verleihen sie mir Flügel?

Weiten Gedanken mein Herz, beglücken sie meine Seele, bringen sie meine Augen zum Strahlen, vollenden sie meine Mundwinkel zu einem Lächeln?

So kann der Körper tatsächlich auch sichtbarer Botschafter der Freude, des Wohlgefühls, ja, vielleicht sogar der Dankbarkeit sein - im wahrsten Sinne meiner GeDANKEN!

Dienen meine eigenen Glaubenssätze der Entfaltung meiner Potentiale, lassen sie ein Einreißen von staubigen Mauern zu?

Gibt es Grenzen, die mir nicht mehr dienlich sind, die ihre Daseinsberechtigung längst verloren haben?

Oder gilt es, Grenzen zu ziehen, aus Achtung vor mir selbst? Grenzen, die ich auch meinem Gegenüber deutlich kommunizieren muss?

Bin ich auf dem Weg, mein eigenes Wesen zu finden und kann ich ihm treu bleiben? Denn nur darauf kommt es an, dass wir begreifen, wer wir selber sind und den Mut gewinnen, uns selber zu leben!

Daher ist es wichtig, meinen eigenen inneren Kompass gut zu spüren. Oder lasse ich mich noch von massentauglichen Navigationsgeräten an Orte leiten, wo ich aus stumpfen, leblosen Augen Umherirrender Bewusstseinstrübungen wahrnehme?

Lasse ich mich von Steinen, die auf meinem Weg liegen, abhalten - und bin ich willens, diese geduldig und ausdauernd aus dem Weg zu räumen? Kann ich eine hilfreiche Hand im rechten Augenblick ergreifen, erkenne ich einmalige Gelegenheiten?

Wo beginnt meine Mitverantwortlichkeit für das menschliche Kollektiv, wo endet sie?

Verfüge ich über das Quäntchen "Verrücktheit", das es braucht, um meine eigenen Träume und Visionen Realität werden zu lassen?

Meine Visionen - sind sie schon dadurch Wirklichkeit, dass ich sie aus meinem tiefsten Inneren kenne? Es kommt darauf an, sie beständig zu nähren, in der Kraft meiner inneren Bilder zu bleiben.

Ich achte ebenso auf meine Worte, denn meine inneren Bilder kann ich auch mit meiner Wortwahl bestärken.

Ich möchte mich nicht von Zurufen von außen verunsichern lassen, weshalb ich meine Träume und Visionen nur mit wohlwollenden Menschen teile.

Ich bin offen für Menschen und Ereignisse, die mich meinen Zielen näher bringen. Ich bleibe in der Schönheit meiner inneren Bilder, die meine Visionen wie kostbarer Dünger nähren. So verhelfe ich meinen inneren Überzeugungen zur Geburt im Außen.

In der Stille meines Refugiums strömen Fragezeichen auf mich ein - als meine reflektierenden Gedanken.

Ich weiß, dass mein Leben in der Gegenwart stattfindet. Ich achte bestmöglich darauf, nicht zum Sklaven meiner Wünsche zu werden. Denn das Beste, es findet mich, wenn ich mich gefunden habe.

Es tut gut, das Tempo zu drosseln und eine Rast einzulegen, damit meine Seele mich einholt.

Es tut gut, unterwegs im Leben immer wieder zu staunen, zu genießen, sich zu wundern - dankbar zu sein!

110 Ansichten0 Kommentare
Thema des Monats
Aktueller Eintrag
Archiv