Von wohligen Düften und viel Heimlichkeit
- C*
- 15. Nov. 2023
- 2 Min. Lesezeit

Es nützt alles nichts, auch, wenn es manche noch nicht wahrhaben wollen: Nun ist es nicht mehr zu leugnen, ein weithin sichtbares Zeichen, dass Weihnachten in Riesenschritten naht, sind die spätestens am kommenden Wochenende startenden Weihnachtsmärkte, vielerorts in Österreich auch Christkindlmärkte genannt. (In Wien sind einige bereits vergangenes Wochenende gestartet.) Ob ich in den nächsten Wochen ein bisschen herumreisen kann und auch einmal mir bislang unbekannte Kunstmärkte entdecken darf, das steht freilich in den Weihnachtssternen.
(Leider wird es auch heuer - wie schon 2020 - Polizeipräsenz geben, aus dem bekannten traurigen Grund der steigenden Terrorgefahr. Polizeipatrouillen auf Weihnachtsmärkten, ein sehr befremdliches Bild!)
Bis Weihnachten wird es in den typischen Einkaufsstraßen des Landes also wieder hoch hergehen. Es wird mich kaum berühren, denn Geschenke brauche ich nur noch wenige: Drei kleine Päckchen für drei Kinder, die Inhalte wähle ich mit Freude.
Besonders backfreudige Menschen beschäftigen sich bereits mit Lieblingsrezepten oder sind eifrig auf der Suche nach neuen Rezepten. Weihnachten naht auch dann unausweichlich, wenn es köstlich nach Nüssen und Vanille duftet - meine Lieblingskekse, in aller gebotener Zurückhaltung genossen, sind immer noch besonders nussige Vanillekipferl. (Mein Lieblingsrezept gibt es hier. Das Backen habe ich im Vorjahr schweren Herzens aufgegeben, meiner Gesundheit zuliebe.) Auch Zimt, Nelke, Weihrauch und Bienenwachs sind Gerüche, die ich so gerne im Advent wahrnehme. Für Glühwein kann ich mich nicht begeistern, aber für Fruchtpunsch - mit einem Hauch Rum und Kandiszucker. Den bereite ich gerne zuhause zu. Und ein Verweilen im geliebten Teehaus ist in der Adventzeit jedenfalls auch mit ganz besonderen Hochgenüssen verbunden!
Eltern sind in den kommenden Wochen gefordert, gute Verstecke für ihre Weihnachtsgeschenke zu finden: Ich bin ganz sicher, auch ich habe als kleines Mädchen eifrig versucht, dem mysteriösen Christkind auf die Spur zu kommen.
Darf man Kinder, die nach dem Nikolo oder Christkind fragen, eigentlich anlügen, wenn sie darauf bestehen, die Wahrheit darüber hören zu wollen? In so manchen pädagogischen Institutionen wird darüber heiß diskutiert, weil Eltern wünschen, dass ihre Kinder weiter an den Nikolo oder an das Christkind glauben sollen.
Wehe denen also, die Kinder ernst nehmen und ihnen ehrlich antworten? Dass der Heilige Nikolaus vor vielen Jahrhunderten gelebt hat und heutzutage der Nikolo, der jedes Jahr am 6. Dezember auf den Straßen erscheint und so viele Kinder mit kleinen Geschenken glücklich macht, eben an diesen Heiligen erinnert. Und so verhält es sich auch mit dem Christkind, in Erinnerung an die Geburt Jesu feiern wir Christen auf der ganzen Welt Weihnachten. Ich kann nicht so recht nachvollziehen, was daran schlimm sein soll, wenn Kinder davon erfahren. Manche wollen diese Geheimnisse eben früher ergründen - und manche Kinder geben sich ziemlich lange Mühe, ihren Eltern gewisse Enttäuschungen zu ersparen. Oder sie behalten schlau ihr Wissen für sich, um sich weiterhin über geliebte Geschenke freuen zu können ...
Die Advent- und Weihnachtszeit ist für mich auch jedes Jahr ein intensives Erinnern an meine geliebten Großeltern. Gerüche und (vor-)weihnachtliche Bräuche, mit Oma und Opa zusammen erlebt, gehören zu meinen kostbarsten Erinnerungen.
#Advent #Weihnachten Fotos: C*
Aus Weihnachten mache ich mir leider gar nichts. Mein Fest ist es nicht, eher eine Zeit der Depression und unschönen Erinnerungen. Meine Frau schmückt allerdings unsere Wohnung ein wenig weihnachtlich, aber einen Tannenbaum gibt es nicht. Wir beschenken uns auch nicht, bloß die Enkelkinder bekommen etwas. Ich bin immer froh, Dezember endlich hinter mir zu lassen. Aber ich kann natürlich verstehen, dass vielen Menschen dieses Fest wichtig ist. 😊
Liebe Grüße
Rosa
Als unsere Jungs noch klein waren, kam auch einmal die "Weihnachtsmann"-Frage auf? Weißt Du, was mein Großer darauf geantwortet hat? "Ja, tue ich!", erwiderte er ernst, "Manchmal für dich und manchmal für den Kleinen." Allerdings wundere ich mich im Nachhinein, wieso eigentlich Weihnachtsmann? Bei uns kommt immer das Christkind.. grins!! Liebe Sonntagsgrüße, Nicole
Gerade jetzt denke ich auch oft an die Weihnachten, wo wir noch Kinder waren. Obwohl wir auch nicht mehr an den Weihnachtsmann geglaubt haben, war es doch immer spannend und voller Erwartung warteten wir auf den Moment, wo wir ins Wohnzimmer durften. Dort stand er dann der wunderschöne Weihnachtsbaum und darunter die Bunten Teller und die Geschenke. Es war eine schöne Zeit.
Vieles davon ist verlorengegangen. Die Zeiten haben sich geändert. Trotzdem versuche ich wenigstens ein klein bisschen davon zu bewahren.
Liebe Grüße
Jutta
Liebe C*, was die Frage nach Nikolaus und Christkind betrifft, habe ich es mit meiner Tochter so gehalten wie meine Eltern mir mir: Ich wusste relativ früh, dass es sich hier um "alte Geschichten" von historischen Personen handelt, die gefeiert werden, aber trotzdem war das "Kriskind" ein magisches Wesen, nach dem man Ausschau halten konnte und das ein Glöckchen läutete, wenn die Geschenke unter dem Baum lagen. Wie es genau dazu kam, war mir lange Zeit ziemlich egal, und selbst, als ich schon wusste, dass meine Mutter Geschenke in ihrem Kleiderschrank aufbewahrt, wollte ich nicht genauer wissen, WAS sich da im Schrank verbirgt. Als junge Erwachsene war ich eine Zeitlang eine ziemliche Weihnachts-Ablehnerin, und auch heute noch lehne ich den…
Ich hoffe es klappt nun mit dem Kommentieren. Immer an Weihnachten erinnern wir uns gerne an die Kindheit. Auch wenn sie, wie bei mir, nicht so rosig war, ich bin ein Kriegskind. Was schön war, war immer dass gemeinsame Singen mit den Eltern und Schwester, anschließend dann die bescheidenen Geschenke in Empfang zu nehmen, das waren Höhepunkte in meinem Leben.
Liebe Grüße
Edith