• Text und Fotos: C*

Weihnachten liegt in der Luft


Mit den Jahren, die, wie mir scheint, immer schneller an mir vorüberziehen, genieße ich die Wochen vor Weihnachten immer mehr.

Der Advent ist mir inzwischen sehr kostbar. Noch vor einigen Jahren war ich mir dieser Kostbarkeit überhaupt nicht so bewusst. Hierin habe ich mich verändert und dies sicherlich auch, weil ich das Wissen, gepaart mit Wehmut, in mir trage, dass das Altern meiner Eltern nicht aufzuhalten ist; genauso wie auch für mich wohl die meisten Weihnachten schon hinter mir liegen.

Nach getaner Arbeit locken auf dem Weg nach Hause festlich geschmückte Häuser, Balkone, Geschäfte und Straßen, um eingehend betrachtet zu werden. Was mir früher kitschig erschien, ist mir nun willkommen. Vielleicht werde ich tatsächlich schon etwas wunderlich?

Am Weihnachtsmarkt hüllen allerhand Düfte meine Nase ein und ich kann nicht widerstehen, einige Kekse und Bratwürstel zu genießen. Weihnachten liegt in der Luft! Auch ein wunderschöner Engel sitzt plötzlich unerwartet vor mir ...


Eine innere Freude über wenige, aber mit großer Hingabe gewählte und gekaufte Geschenke bewegt mein Herz und warme Gefühle steigen in mir auf.

Ich habe meine mich mit Wärme und Wohlgefühl erfüllenden Emotionen stets sehr viel tiefer über Taten und Erlebnisse nachempfinden können, als über so manche Worte.

Schöne Worte, sie sind sehr schnell ausgesprochen, dahingeschrieben, und haben allzuoft keine Haltbarkeit.

Worte, sie beschäftigen vor allem das Hirn, können verwirren und vernebeln, manipulieren und verführen.

Von Liebe und Freundschaft getragene Taten und Begegnungen allerdings berühren mich derart, dass sie sich dauerhaft in Herz und Seele verzweigen.

Mein Heim empfängt mich abends warm und freundlich, nach einem Bummel durch belebte Straßen und Plätze, angeschlossen an einen meist aufreibenden Arbeitstag, bin ich schließlich froh, wenn ich in meinem stillen Zuhause angekommen bin. Meine Abende genieße ich mit einem spannenden Buch oder ich lasse meine Stricknadeln noch leise klappern, manchmal auch begleitet von einem guten Film. Diese Tage und Wochen, in denen ich auf diese Weise zur Ruhe komme, empfinde ich als wunderbar. Manchmal flackert der Schein einer Kerze, deren Licht ich auch jenen widme, die nicht mehr bei mir sein können.

Ich erinnere mich an Kindheitstage; verschiedene Erlebnisse mit Oma und Opa, Tante und Onkel ziehen in meine Gedanken ein. Ich betrachte alte Fotos - einige Jahrzehnte sind vergangen ... Und ich versuche, mich an die Stimmen von Oma und Opa zu erinnern - sie sind schon lange nicht mehr unter uns und doch in meinen Gedanken so nahe ...

Weihnachten ist in meinem Herzen!

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