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Weise Frauen

  • Autorenbild: C*
    C*
  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit



In dieser Woche läuft in österreichischen Kinos die Dokumentation Wise Women an.

Nicole Scherg begleitet in ihrem Film fünf Hebammen - in Äthiopien, Brasilien, Marokko, Nepal und Österreich. Dieses filmische Dokument scheint mir so sehenswert, weil es zeigt, was Frauen, die sich vertrauensvoll aufeinander einlassen, bewegen können: ein jeweils individuelles Wunder einer Geburt, die ja niemals einem Drehplan folge, wie die Regisseurin meint. Eine Hebamme, so lese ich, begleitet in ihrem Leben etwa eintausend Geburten, manche auch mehr. Außerdem ist sie auch Ansprechpartnerin für Frauen vor der Geburt wie auch in der ersten Zeit nach der Geburt. Hebammen sind Frauen, die seit jeher solidarische Frauenhilfe leisten – tief verbunden mit dem Kreislauf des Lebens.

Ich wünsche diesem Film viel Aufmerksamkeit, denn das Wirken von Hebammen muss gewürdigt werden, wie auch das, was gebärende Frauen körperlich, mental und emotional zu leisten haben.

Was mich in unserer westlichen Welt oft irritiert, ist die Tatsache, dass Geburten in einem Krankenhaus manchmal noch in einem recht kühlen Umfeld stattfinden. Selbst auf einer Geburtenstation habe ich Bezeichnungen gefunden, die unter dem Begriff Krankenzimmer laufen. Warum ist das so? Hier sollte doch das Wunder Leben im Mittelpunkt stehen, in welches ein Baby hineingeboren wird. In einer derart sterilen Umgebung fehlt mir eben auch der tiefe spirituelle Moment einer Geburt.

Dem Film liegt auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Frauengesundheit zugrunde, die von wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten abhängt. Ebenso fängt er Momente von tiefem Glück ein.

Am Ende ist es ein zutiefst menschlicher Film über den alltäglichsten Ausnahmezustand der Welt: über Geburt als Naturgewalt, als Risiko und als Beginn von allem. (RAY-Magazin, Link)

Ich reihe diese Dokumentation - ausnahmsweise von mir noch ungesehen - in die Rubrik meiner #Filmtipps ein und hoffe, dass sie nicht zu rasch wieder vom Kinospielplan verschwindet.


Das Leben hat als Geheimnis begonnen und wird als Geheimnis enden,

aber welch eine aufregende und wunderbare Zeit liegt dazwischen.“

(Diane Ackermann)

 




Foto: C* Es war mir unmöglich, ein kostenfreies passendes Bild von Hebammen zu finden, da erinnerte ich mich daran, dass ich vor längerem anlässlich eines Ausflugs in einen Tierpark den Schnullerbaum fotografiert habe.

 
 
 

2 Kommentare


Edith Hornau
Edith Hornau
vor 2 Stunden

Hebammen sind wirklich Frauen, die oft wahre Wunder bewirken, sie beruhigen, hören zu, geben kund und sind optimistisch. Und ihnen gelingt das Wunder der Geburt immer helfend, sie sehen oft das Kind als allererste - und ihre Arbeit wird so wenig gewürdigt.

Hier gibt es Hebammen, die bei sich Daheim eine tolle Atmosphäre in einem wohligen Geburtenzimmer hergerichtet haben. Dort ist alles viel persönlicher, liebevoller.

Den Film werde ich mir merken, wird er doch sicher dann auch irgendwann im Fernsehen gezeigt.

Liebe C Stern, danke für diesen Beitrag, der daran erinnert, dass es wichtig ist, dass Kinder, die das Licht der Welt erblicken, gut durch genau solche Hebammen behütet werden - vor, während und nach ihrer Geburt. Und Mütter werden…

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C*
C*
vor einer Stunde
Antwort an

Liebe Edith,

ich finde, diese Dokumentation ist längst überfällig. Mir gefällt, dass sich die Regisseurin auf diese Reise eingelassen hat und wir dadurch ganz unterschiedliche Kulturen erleben können. Ich brenne sehr darauf, diese Doku zu sehen, hätte gerne morgen Abend die Premiere in Anwesenheit der Regisseurin erlebt, leider hat mir ein Infekt dazwischengefunkt.

Ich war auf einigen Seiten von Hebammen und auch Krankenhäusern unterwegs - was für ein Unterschied! Ich finde es auch sehr anstrengend, wenn mehrere Mütter in "Krankenhäusern" in einem Zimmer untergebracht sind, das schafft leider keine so wichtige Intimität für Mutter, Vater und Kind und deren Besucher*innen.

Ein guter, freundlicher und liebevoller Start ins Leben ist äußerst wichtig für die Entwicklung eines Kindes. Es berührt mich auch…

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