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Was mir heilig ist

  • Autorenbild: C*
    C*
  • 15. März
  • 2 Min. Lesezeit

Das Schönste ist auch das Heiligste. (Friedrich Hölderlin)
Das Schönste ist auch das Heiligste. (Friedrich Hölderlin)

Blauer Himmel, das eine oder andere federweiße Wölkchen und eine sanft gewordene Sonne, die den Spätsommer begleitet, nähren meine Fähigkeit, reines Glück zu empfinden.

Überhaupt sind es sinnesfreudige Aufenthalte in der Natur, die mir heilig sind.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter - jede Jahreszeit hält ihre Wunder bereit, wenn wir sie nur betrachten wollen. Da spüre ich soviel innere Dankbarkeit, die sich auch vernehmbar an meine Lippen drängt.

Gegenwärtig sein, so ein warmes Gefühl wie auch heilsam. Nicht zurückblicken, was war, oder voraussehen wollen, was sein könnte - einfach nur da sein, genau jetzt und in diesem Augenblick. Es gelingt mir ebenfalls am besten im Zusammensein mit Mutter Natur. Manchmal kann auch ein Film genau zu diesem einfachen Sein inspirierend wirken, Wim Wenders' Perfect Days möchte ich in diesem Zusammenhang empfehlen.


Respektvollen Dank an meine Intuition, die mich unaufdringlich, aber wahrhaftig auf den verschlungenen Wegen des Lebens begleitet. Im Bewusstsein dieser bin ich schon des öfteren goldrichtig abgebogen, zur rechten Zeit, am richtigen Ort.


Geistvolles bittet in seinem Raum um Ruhe und um Gewahrsein - so wird eine Reise nach innen zu einem tiefen Erlebnis, ich kehre mit vollen Händen zurück.


Musik kann zu einem transzendentalen und sehr persönlichen Erleben werden.

Sie begleitet mich seit meiner Kindheit und auf so viele Arten. Ich bin immer wieder beseelt von neuen Entdeckungen, aber auch von solchen Stücken, die ich schon seit einigen Jahrzehnten schätze.


Auch Freundschaften sind mir heilig und ich pflege sie. Seelische Verbindungen sind erfrischend und nährend. Nicht immer ist es die gleiche Blutlinie, die Menschen zueinander führt.


Die Liebe, das großzügigste Geschenk des Lebens - sie zeigt sich vielseitig und bunt in meinem Leben. Ich lasse sie dankbar ihr Werk vollbringen.


Und schließlich, aus gutem Grunde möchte ich auch meine Sonntagsruhe erwähnen. Auf der Straße des Lebens wird die Geschwindigkeit merklich gedrosselt, die Welt weicht zurück.


 
 
 

16 Kommentare


Jutta Urbat
Jutta Urbat
17. März

Sicher gibt es mitunter auch Sachen, die mir heilig sind. Ich verspüre aber in erster Linie Dankbarkeit - Dankbarkeit für meine Fähigkeit, so zu empfinden, wie ich es tue. Dankbarkeit dafür, dass es mir immer noch gut geht. Dankbarkeit dafür, dass ich wieder einen Frühling erleben kann und ich hoffe, dass es nicht der letzte ist.

Und umso älter ich werde, umso tiefer wird diese Dankbarkeit.

Liebe Grüße

Jutta

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C*
C*
18. März
Antwort an

Dankbarkeit steht bei mir ebenfalls über allem - denn was mir heilig ist, ist mir auch kostbar.

Ja, ich denke mit zunehmenden Lebensjahren ebenfalls immer wieder daran, dass es nicht selbstverständlich ist, wieder einen Jahreskreislauf zu erleben.

Ich glaube, mit dem Älterwerden ändern sich so einige Werte. Nichts ist mehr erwartbar.

Herzliche Grüße nach Berlin

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stemmer.recklinghausen
stemmer.recklinghausen
17. März

Sein mit dem, was ist - allüberall und möglichst immer ;)

Das will auch geübt werden. Ich jedenfalls muss und möchte es immer wieder. Liebe Grüße

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C*
C*
17. März
Antwort an

Ich bin ebenfalls sehr motiviert, zu üben - allerdings steht es um meinen Energiehaushalt im Moment nicht so gut.

Ich brauche viel (Frühjahrs-)Schlaf.

Herzliche Grüße

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Mano Ka
Mano Ka
17. März

die natur und die liebsten menschen um mich herum bringen mir auch die meisten glücksgefühle. gerade gestern habe ich auf instagram meine neue landschaft zum thema gebirge gezeigt und mich an einen urlaub als kind am großglockner erinnert und sie dazu gestaltet. das nenne ich mal synchronizität!! den namen heiligenblut hatte ich ganz vergessen, weiß aber noch, dass er mich als 11 oder 12jährige beeindruckt hat, weil ich mir so gar nichts darunter vorstellen konnte und den namen etwas gruselig fand. danke für den ausführlichen bericht darüber, der mir noch ein bisschen mehr erinnerung hervorgeholt hat. meinen "großglockner" zeig ich dann im monatsrückblick.

liebe grüße von mano


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C*
C*
19. März
Antwort an

Danke vielmals, liebe Mano 🦋

Ich habe heute mein Biopsieergebnis erfahren - meine Kalkherde in der Brust sind gutartig.

Gleich nach dem Termin waren wir Mittagessen, ich traf per Zufall eine frühere Kollegin, sie muss leider operiert werden. Eine Vorsichtsmaßnahme, Gewebe wird zur Sicherheit entfernt.

Jetzt habe ich mir gerade eine leckere Bananenschnitte gegönnt ... Es war ein aufregender Tag, gleich zwei Arzttermine - beide gut verlaufen ... Ich bin sowas von dankbar!

Herzliche Grüße, C Stern

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Traude Rostrose
Traude Rostrose
16. März

Liebe C*,

mir geht es vor allem mit der Natur so, wie du es beschreibst - und zwar, je älter ich werde, desto intensiver. Immer mehr kann ich verstehen, dass meine Mutter reine Glücksgefühle empfand, wenn sie den Amseln im Busch vor ihrem Wohnungsfenster beim Nisten zusah. Ich werde auch immer mehr gerührt von den Tieren in unserem Garten, von Pflanzen, generell von schöner, natürlicher Umgebung. Sie ist heilsam und ja, stimmt, da draußen ist es am leichtesten möglich, ganz in der Gegenwart zu sein. (Weil ich hier die Natur hervorgehoben habe, heißt das natürlich nicht, dass mir Freundschaft und Liebe und z.B. die Musik nichts bedeuten würden. All das ist mir wichtig und war es schon lange und das…

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C*
C*
17. März
Antwort an

Liebe Traude,

auch ich erkenne mit zunehmenden Lebensjahren deutlicher, wie kostbar mir eine intakte Natur ist.

Ganz sicher liegt meiner Dankbarkeit zugrunde, dass ich darum weiß, dass nichts im Leben selbstverständlich ist.

Aber, so, wie Du schreibst, es ist nicht nur die Natur, die uns so reich beschenkt - es sind auch weitere Lebensbereiche und vor allem menschliche Beziehungen, die uns heilig sind.

Ich spüre eine Frühjahrsmüdigkeit (obwohl diese im Gegensatz dazu steht, dass die Natur im Frühjahr ja geradzu explodiert vor Kraft), deshalb heute nur eine kurze Antwort von mir.

Jedenfalls Herzensgrüße❣️🎈

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andreaobi
16. März

Was für ein wunderbares Resümee an dein momentanes Leben, liebe C Stern! Möge es für immer so bleiben!


Das wünsche ich Dir mit einem lieben Gruß zum Wochenbeginn ...

Andrea

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C*
C*
17. März
Antwort an

Einer der schönsten Gründe, um zu bloggen, ganz gewiss: Das Gute hochhalten.

Und allzu verständlich, dass Du nach Deinem so schmerzhaften riesigen Verlust Deinen Blog neu begründen wolltest. Es ist auf jeden Fall großartig, dass Du beim Bloggen geblieben bist. Es tut sehr gut, in Deinen Gedanken zu lesen.

Herzliche (aber leider sehr müde) Grüße

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