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Im Interesse der Öffentlichkeit

  • Autorenbild: C*
    C*
  • vor 5 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit



Laut dem IT-Experten Bruce Schneier braucht die Gesellschaft Whistleblower, um über illegales Handeln von Regierungen informiert zu werden – denn die Menschen hätten etwa ein Recht darauf zu wissen, wer sie wie ausspioniere. (Quelle: Wikipedia)


Ein*e Whistleblower*in enthüllt nicht tolerierbare Gefahren, Risiken und Fehlentwicklungen, Korruption, Verstöße gegen Gesetze und internationale Abkommen.

In einer Welt, die von einer Handvoll Idiokraten und von anderen Bösewichten an den Abgrund geführt wird, scheinen Whistleblower*innen immer wichtiger zu werden. Dass sie dabei alles versuchen, um ihre Identität geheimzuhalten, ist mir nur allzu nachvollziehbar.

Julian Assange und Edward Snowden sind wohl die bekanntesten Namen der Gegenwart, beide haben sehr wechselvolle Biografien. Julian Assange hatte als Investigativjournalist Zugang zu Militärunterlagen, die u.a. US-amerikanische Kriegsverbrechen enthüllten. Edward Snowdens Exil gilt seit 2013 ausgerechnet in Russland, europäische Länder wollten ihm kein Asyl gewähren. Er enthüllte als ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter der USA die weltweite Massenüberwachung durch diverse Geheimdienste.

Karen Silkwoods Leben als Aktivistin wurde verfilmt, Meryl Streep spielte in Silkwood diese mutige junge Frau, die Sicherheitsmängel in einer Plutonium-Verarbeitungsanlage aufdeckte. Silkwoods früher Autounfalltod (sie starb im November 1974 achtundzwanzigjährig) ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

Ein weiterer schillernder Name unter den in einer Liste angeführten Whistleblower*innen ist jener von Frank Serpico, der korrupte Machenschaften des New York Police Department veröffentlichte. Al Pacino mimt in einem packenden Thriller - Serpico - aus dem Jahr 1973 Frank Serpico. Sehenswert!

Auch Günter Wallraff hat in seiner Tätigkeit als investigativer Journalist ärgste Missstände in vielen Bereichen unserer Gesellschaft dokumentiert, dabei nahm er stets andere Identitäten an. So gelang es ihm, u.a. in eine psychiatrische Klinik aufgenommen zu werden, so wie er auch für eine Reportage über Fürsorgeheime recherchierte. Sein Aufzeigen von unsachgemäßen Recherchen und von journalistischen Versäumnissen bei der Bild-Zeitung brachte ihm eine Klage der Axel Springer AG ein.

Mit besonderem Interesse recherchierte Günter Wallraff in der Rolle als Gastarbeiter bei McDonald's und Thyssen. Aus diesen Erfahrungen resultiert sein Buch Ganz unten. Seine Methoden waren nicht unumstritten, so gab es auch rechtliche Auseinandersetzungen mit Co-Autoren seiner Bücher, deren Mitarbeit er allerdings nicht bestritt.


Ein neuer Dokumentarfilm hat die Machenschaften von Elon Musk zum Inhalt, Elon Musk Uncovered: Das Tesla-Experiment

Autopilot-Fehlfunktionen bei Autos der Marke Tesla haben tödliche Autounfälle verursacht, die restlose Aufarbeitung von schweren Unfälle ist kaum möglich, denn es verschwinden brisante Unterlagen. Die Dokumentation erwähnt mehr als 3.000 Beschwerden und spielt auf Whistleblower-Enthüllungen an. Tesla-Dateien zeigen laut der Dokumentation ganz klar, dass es bei Tesla über Jahre hinweg ein Problembewusstsein gab, die erkannten Probleme wurden allerdings vertuscht.

Elon Musks Geschäftsgebarungen lassen sich als rücksichtslos beschreiben; toxische Erziehungsmethoden seines Vaters und negative Erlebnisse mit Mitschülern dürften einiges dazu beigetragen haben, dass Elon Musk früh ein in sozialer Hinsicht auffälliger Mensch ist. Seine bizarren Auftritte lassen mich gruseln, er hat etwas an sich, das ich als stark beunruhigend empfinde. Auch seine Nähe zu Nummer 47 stellt kein Ruhmesblatt dar, selbst wenn die Beziehung der beiden inzwischen etwas abgekühlt sein dürfte. Zwei stark narzisstisch geprägte Alpha-Tiere an einem Platz, das kann sich einfach nicht ausgehen.


Foto: Pixabay, "bluebudgie", Davie Bicker #Filmtipps

 
 
 

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