Allein in der Natur unterwegs


Solo Walking - so heißt die Überschrift zu einem Text, dem ich mit Aufmerksamkeit in einer Zeitschrift gefolgt bin.
Mein Heute war kein angenehmer Tag, das Gespräch der letzten Woche mit meiner Betreuerin in der beruflichen Rehaphase ist mir auf den Magen geschlagen. Ich spüre Anspannungen an meinem Arbeitsplatz. Mittags konnte ich kaum etwas zu mir nehmen, so war ich froh, auf meinem Heimweg Appetit zu verspüren. Ich habe meine Lieblingspalatschinken in meinem Lieblingskaffeehaus bestellt - und tatsächlich verspürte ich Freude beim Verzehr der Köstlichkeiten.
Ich blätterte in einer Zeitschrift und fand einen Artikel, auf den ich hier näher eingehen möchte.
Das Gefühl, das mich heute am Vormittag begleitet hat, war genau so, wie in der Zeitschrift beschrieben: Mein Atem war flach, der Herzschlag beschleunigt, Unruhe im Bereich des Solarplexus, aufwühlende Gedanken - zumindest bis zu einem Gespräch mit einem Menschen, der mich auffangen konnte und dem ich vertraue. Wäre da nicht mein diffuses Gefühl in der Magengegend gewesen, hätte ich den schönen Nachmittag genützt und wäre auf einem meiner Lieblingswege - ganz bewusst ohne Begleitung - unterwegs gewesen. Doch stattdessen fand ich in der Zeitschrift wertvolle Hinweise auf ein ganz bewusstes Gehen, um wieder in eine Entspannung finden zu können.
Mir ist klar, dass Bewegung in der Natur hilfreich sein kann, um in einen entspannten Ruhe- und Verdauungsmodus zurückzufinden, oft habe ich meine Spaziergänge auf diese Weise erfahren dürfen. Bewegung und Licht sowie eine tryptophanreiche Ernährung unterstützen den menschlichen Körper dabei, das Glückshormon Serotonin zu bilden. Studien belegen vielfach, dass Serotonin Einfluss auf eine positive Grundstimmung hat.
Solo Walking - es ist wichtig, an einem Ruheort ganz bewusst anzukommen, um einen Kontakt mit der Umgebung herstellen zu können: Es tut dabei gut, einige Zeit auf Bewegung zu verzichten. Beim Gehen ist essenziell, dass ein Fuß immer den Boden berührt, das verstärkt die Erdung, wenn ich ruhelos bin. Bereits nach zehn Minuten in der Natur produziert der Körper weniger Cortisol, das dem Menschen natürlich auch dienlich ist, es führt Energie zu, steigert Blutdruck und Herzfrequenz und wirkt auch entzündungshemmend. Ein zu hoher Cortisolspiegel kann allerdings zu Stress, Schlafstörungen und Bluthochdruck führen, häufig begleitet von Konzentrationsproblemen und Stimmungsschwankungen. Viele Frauen bemerken ein Ansteigen des Cortisolspiegels mit den erwähnten unangenehmen Auswirkungen vor allem in ihren Wechseljahren.
Wenn wir uns, sobald wir allein unterwegs sind, bewusst als Teil der Natur erleben, können wir ein starkes Gefühl der Zugehörigkeit spüren. Ich bin in der Lage, diese Verbundenheit sehr deutlich zu spüren, in diesen Momenten werden auch viele Emotionen frei, sie fließen ungehindert, was ich als Erleichterung wahrnehme.
Wer es schafft, mit Armen und Beinen im Überkreuz-Rhythmus zu bleiben, kann auf diese Weise das Zusammenspiel von rechter und linker Gehirnhälfte harmonisieren.
Durch den Einsatz von Stöcken - etwa beim Nordic Walking oder beim Skilanglauf - wird der natürliche Kreuzrhythmus verlängert und bewusster eingesetzt.
Es ist wichtig, ganz bei sich zu sein und auf eine ruhige und tiefe Atmung zu achten, damit der ganze Körper gut mit Sauerstoff versorgt werden kann. Auf diese Weise kann das Alleinsein mit und in der Natur zu wahren Glücksmomenten führen.



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