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Wintersport

Autorenbild: C*
C*
vor 10 Stunden
2 Min. Lesezeit



Ich wundere mich wieder einmal über eine Forderung aus dem Lager des Österreichischen Skiverbandes. Die Präsidentin des Verbandes, Roswitha Stadlober, fordert vehement wegen der unsicheren Schneelagen in heimischen Gefilden, dass zu Trainingszwecken in Österreich eine Skihalle (Link) gebaut werden solle.

Im Sommer wird seit Jahren zu besten Bedingungen in Chile und Argentinien trainiert - und das soll nun nicht mehr genügen? Ohnehin halte ich die unzähligen Flüge für hinterfragenswürdig, die zum Zwecke der Trainings und der Skirennen von vielen Nationen, die im Weltcup ihre Athlet*innen starten lassen, in Kauf genommen werden.

Sollte es nicht in Sachen Sport längst zu einem Umdenken kommen? Ist es wirklich nötig, in der Weltgeschichte herumzufliegen und sportliche Olympiaden an Stätten abzuhalten, die dafür extra neu errichtet werden müssen? Wo bleibt hier ein rechtes Augenmaß für Natur- und Umweltschutz? Manchmal scheint es zudem bei den Vergaben von Austragungsorten auch um Korruption zu gehen.

Wir werden in Zukunft eben andere Sportarten erleben, Skifahren wird immer deutlicher in den Hintergrund rücken, dazu braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten.


Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in welcher der Skisport eine große Rolle gespielt hat. Dies sowohl vor dem Fernsehschirm, wie auch mit Brettln an unseren eigenen Füßen. Als Jugendliche war ich höchst begeistert in den Bergen unterwegs. Später ist mir die Lust daran aus diversen Gründen vergangen. Und mittlerweile stelle ich mir die Frage, wer sich diesen Sport überhaupt noch leisten kann? / will? Die Preise für Liftkarten sind inzwischen exorbitant, da hat man noch kein Geld in (geliehene) Ausrüstung oder in ein Quartier investiert. Skifahren ist inzwischen absoluter Luxus. Eine riesige und teure Trainingshalle übrigens auch.


Foto: C* - Martin Whatson, norwegischer Urban-Art-Künstler, Der Schifahrer

 
 
 

2 Kommentare


Jutta Urbat
Jutta Urbat
vor 9 Stunden

Wenn man es genau nimmt, ist ja nicht nur der Wintersport an sich, sondern auch der gesamte Wintertourismus oder dieser Bergtourismus insgesamt kritisch zu sehen. Was da alles schon Natur vernichtet worden ist. Der Mensch ist einfach haltlos in seinen Gelüsten und nimmt auf nichts Rücksicht. Ich bin gewiss kein Schwarzseher, aber irgendwann wird das in einem riesengroßen Kollaps enden, denn Viele haben bis heute nichts gelernt und sind maßlos in ihren Ansprüchen.

Liebe Grüße - Jutta

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C*
C*
vor 9 Stunden
Antwort an

Ich bin selbst sehr gerne in den Bergen, immer noch. Dazu fahre ich meist in die nähere Umgebung.

Inzwischen gibt es schon einige Jahrzehnte keine Brettl mehr an meinen Füßen, dafür stapfen wir liebend gerne durch den Schnee. Trotzdem sehe ich die Entwicklungen auch sehr kritisch, vor allem kann mich niemand davon überzeugen, dass noch immer Schipisten erschlossen werden sollten. Wir haben mehr als genug davon und sie werden wohl auch mal zurückgebaut werden müssen, auch als Beitrag zur Renaturierung.

Wenn wir ins Himalaya-Gebiet blicken, kann ich mich ebenfalls nur wundern, was dort alles los ist an Tourismus. Immer wieder gibt es Tote, die sich selbst und ihre Teams gefährdet haben, weil sie Schneezustände (Lawinen) und Wetterlagen nicht richtig einschätzen…

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