So ein Theater
- C*

- 7. Apr.
- 1 Min. Lesezeit

Man kann es so formulieren: Die inzwischen auch international beachtete Nachfolge-Posse rund um den ehemaligen Intendanten der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, hat ein vorläufiges Ende gefunden. Mit Karin Bergmann (1953 in Recklinghausen, Deutschland, geboren) wurde nun just jene Persönlichkeit mit den Aufgaben der Festspielleitung betraut, die Markus Hinterhäuser sehr gerne als neue Schauspieldirektorin (nach Marina Davydova) gesehen hätte. Pikant daran: Frau Bergmann hatte sich gar nicht als Schauspieldirektorin beworben, Hinterhäusers Wunsch wurde ihm als Missachtung des Kuratoriums ausgelegt. Was folgte, war ein Machtkampf, der große mediale Beachtung fand. Viele Künstler*innen stellten sich hinter Markus Hinterhäuser und kritisierten sämtliche Politiker*innen, die in diese Vorgänge involvliert waren.
Nun darf Frau Bergmann von Seiten des Kuratoriums der Salzburger Feststpiele diese also bis Herbst 2027 interimsmäßig leiten. Ihre Nennung durch Hinterhäuser als gewünschte Schauspieldirektorin löste also den Konflikt aus, und nun wurde dieser Konflikt genau mit ihrer Ernennung als Leiterin der Festspiele - vorerst einmal - beendet. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, das sehe ich so wie Peter Schneeberger, Leiter der ORF-Kulturredaktion und Kulturkenner.
Schon einmal durfte Karin Bergmann Feuerwehr spielen, nämlich als im Wiener Burgtheater die Wogen hochgingen. Damals, im März 2014, wurde sie nach der Entlassung des ehemaligen Burgtheaterdirektors Matthias Hartmann zur interimistischen künstlerischen Direktorin des Burgtheaters für die Spielzeiten 2014/15 und 2015/16 ernannt, sie blieb letztendlich künstlerische Leiterin bis 2019.
Karin Bergmann ist höchst anerkannt in ihren Kreisen, es ist ihr jedenfalls zuzutrauen, dass sie zusammen mit ihrem Team die vielen Aufgaben sehr gut lösen wird. Man kann ihr nur viel Kraft wünschen und großen Respekt zollen.



Liebe C*, ich bin momentan durch die Krankheit meiner Schwägerin sehr abgelenkt (demnächst mehr darüber), deshalb habe ich mich schon länger nicht mehr gemeldet und auch von dem Hickhack nichts mitbekommen. (Naturlich auch deshalb, weil ich mich aus Selbstschutz von Nachrichten fernhalte...) Jedenfalls steckt in der ganzen Geschichte wirklich einiges an Ironie...
Ich hoffe, es geht dir gut!
Alles Liebe, Traude
https://rostrose.blogspot.com/2026/03/reisebericht-2025-unterwegs-nach.html
So ein Theater - ja, das gibt es wohl überall, auch bei uns. Da wird oft bis aufs Messer gestritten darüber, wer dann so eine Nachfolge antreten soll.. Mein Gedanke ist dann immer, dass die Personen durch solche öffentlichen Streitigkeiten nur ihrem eigenen Renommee schaden.
Liebe Grüße
Jutta