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Freude teilen

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  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen




Der ESC 2026 ist Geschichte, die Presse (vor allem in der Schweiz) urteilt teilweise scharf über die Gestaltung des diesjährigen ESC. Die Vorwürfe, die u.a. auf Ideenklau lauten, kann ich nicht beurteilen, da ich weder die Semi-Finale in der Schweiz noch in Österreich gesehen habe. Auch das Moderatoren-Duo bekam von mehreren Seiten einiges zu hören bzw. zu lesen, vor allem der Style von Schauspieler Michael Ostrowski sorgte für Belustigung und Kopfschütteln.


Gewonnen hat die bulgarische Künstlerin Dara, ihrem Beitrag wurden zuletzt in den Wettquoten immerhin Außenseiterchancen eingeräumt. Die großen Sieganwärter, Australien und Finnland - geschlagen.

Zunächst war ich ziemlich baff über den bulgarischen Beitrag, in meiner persönlichen Votingliste schrieb ich in großen Lettern SCHRÄG. Mehr nicht. Je öfter ich in den Song hineinhöre, desto mehr geht er ins Ohr, ein Qualitätsmerkmal scheint mir das allerdings weniger zu sein. Der Sieg bleibt eine Überraschung für mich.

Nicht nachvollziehbar bei der Punktevergabe war für mich, dass der Siegersong auch von der Fachjury mittels Punktevergabe klar auf Platz 1 gereiht wurde. Da ahnte ich bereits, dass der bulgarische Beitrag auch im Televoting Platz eins sein könnte. Die Punkte zum Gewinnersong wurden sozusagen in ganz Europa gesammelt, sowohl bei den Jurys wie auch beim Publikum.

Platz zwei an Israel - ebenfalls eine Überraschung. Jedenfalls war mir allzeit klar, dass ein Ausschluss des Künstlers für mich nicht in Frage kam. Immerhin führte die Teilnahme Israels dazu, dass fünf Länder nicht antraten - sehr schade. Es bleibt der EBU*) allerdings wohl viel Ungemach erspart, einen ESC in Israel auszutragen. Ich will mir gar nicht vorstellen, was da alles losgewesen wäre - beginnend mit heute politische Debatten, viele Wochen vor der Veranstaltung Proteste an vielen Orten, Absagen, Drohungen gegen die Veranstalter und den Veranstaltungsort, massivste Sicherheitsrisiken, ... Das hat keine Veranstaltung dieser Art verdient.

Betont wurde von vielen Künstler*innen, dass die Events, die den Songcontest in Wien eingerahmt haben, auch dazu dienten, eine gute Zeit miteinander zu verbringen und nicht über Konkurrenz nachzudenken.

Musik soll Menschen verbinden - nicht spalten. Viele Menschen, die Freude teilen, das macht den Songcontest zu so einem großen Fest.


Österreich mit Tanzschein am vorletzten Platz, meiner Meinung nach etwas unterschätzt. Dass es allerdings kein Siegersong war, wurde bereits im Vorfeld geahnt. Wie auch immer, der Song hat etwas geschafft, das ich jedenfalls erwähnen möchte, weil ich es großartig finde: In vielen Seniorenwohnheimen wird nun dazu getanzt, geradezu ein Hype ist darum entstanden, die Choreographie zu lernen. In manchen Häusern bringen Kinder den Senior*innen bei, wie zu Cosmó'sTanzschein getanzt wird. Das bringt wunderbare Begegnungen, Bewegung, Gehirnjogging und sehr viel Spaß. Diese Bilder erinnern mich daran, wie gerne meine Mutter noch vor zwei Jahren getanzt hat, ebenfalls in ihrem Seniorenwohnheim.

Lasst uns Freude teilen!


*) European Broadcasting Union

 
 
 

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6 Kommentare


Roswitha
Roswitha
vor einem Tag

mir ist dieses musikfest zu laut und glitzerisch, ich kann die blitzenden lichter nicht ertragen, die schnellen kamerabewegungen. trotzdem finde ich es gut, weil menschen hoffentlich einander begegnen, die teilnehmenden und die gäste. kann nie schaden, besonders finde ich, wenn im altenheim dazu getanz wird. obwohl sie dies ja auch zum flohwalzer tun würden, hauptsache miteinander bewegen. lieben gruß, roswitha

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C*
C*
vor 21 Stunden
Antwort an

Lautes und vor allem Blitzendes sind an diesem Abend auch für mich die Ausnahmen, liebe Roswitha.

Was ich allerdings schon bei der Eröffnung der ESC-Woche ganz toll fand, das war die Drohnenshow am Nachthimmel über dem Schloss Schönbrunn. Und auch am Naschmarkt wäre ich gerne gewesen, wo die teilnehmenden Länder mit typischen kulinarischen Gerichten vertreten waren. Bestimmt eine tolle Atmosphäre.

Ich wäre mit der Choreografie zum Song wohl heillos überfordert, umso schöner, wenn Kinder und ältere Menschen miteinander Tanz und Freude teilen. Herzliche Grüße, C Stern

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Anette
Anette
vor einem Tag

Dein Beitrag zeigt sehr schön, dass der ESC für viele Menschen weit mehr ist als nur ein Musikwettbewerb. Zwischen Diskussionen, Überraschungen und unterschiedlichen Geschmäckern bleibt am Ende doch die Freude an der Musik und am gemeinsamen Erleben.

Besonders berührt hat mich dein letzter Abschnitt über die Senior*innen, die zu „Tanzschein“ tanzen. Genau solche Geschichten zeigen, welche verbindende Kraft Musik haben kann generationenübergreifend und voller Lebensfreude.

Und vielleicht ist das tatsächlich der schönste Gedanke am ESC: nicht die Platzierungen oder Kontroversen, sondern die Momente, in denen Menschen gemeinsam lachen, tanzen und Freude teilen.

Liebe Grüße Anette

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C*
C*
vor 21 Stunden
Antwort an

Ich hoffe, Du hattest ein wunderbares Zusammensein in Deinem Garten, liebe Anette ...

Habe heute noch ein bisschen in den Medien nachgelesen. Es wird schon deutlich, dass sich auch junge Künstler*innen gefunden haben, die sich verbunden bleiben.

Für mich steht das Gemeinsame, das Verbindende im Mittelpunkt - und auch die Vielseitigkeit. Schön finde ich ebenso, dass es so viele waren, die in ihrer Muttersprache gesungen haben.

Interessant fand ich auch, dass der israelische Künstler ganz klar darin war, dass ein Sieg für Israel wohl den ESC zerrissen hätte. Er freut sich über seinen zweiten Platz so, als wäre es ein erster.

Herzliche Grüße, C Stern


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Jutta Urbat
Jutta Urbat
vor einem Tag

Ich schaue mir dieses Spektakel schon seit Jahren nicht mehr an. Das ist echt nicht mehr meins. Deshalb kann ich auch weiter dazu nichts sagen.

Trotzdem gönne ich jedem seinen Spaß, das ist keine Frage. Und wenn Senioren zu dieser Musik ihr Tanzbein schwingen, finde ich das wunderbar. Diese Freude ist unbezahlbar.

Liebe Grüße

Jutta

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C*
C*
vor einem Tag
Antwort an

Bei mir ist es genau umgekehrt, liebe Jutta - ich habe gerade in den letzten Jahren meine Freude daran entdeckt 🤩 Bei mir ist dieser Abend inzwischen ein Fixpunkt vor dem Fernseher. Ich finde es interessant, mit welch unterschiedlichen Songs Künstler*innen dabei sind. Ja, es ist eine Freude, die viele Menschen erreicht - und auch an Orten, wo sonst oft viel Einsamkeit herrscht.

Liebe späte Grüße nach Berlin

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