Aufmerksam sein und bleiben


Heute, am 18. Oktober, ist ein wichtiger Tag des Bewusstmachens eines Themas - es ist
Europäischer Tag gegen Menschenhandel
Dazu gibt es an vielen Orten Veranstaltungen mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen, die Fakten und Zahlen zu Prostitution liefern und aufklären.
Auch in Österreich werden Menschen Opfer von sexueller Ausbeutung. Dreiviertel aller ausgebeuteten Menschen sind Mädchen und Frauen.
Den eher geringen Prozentansatz der sogenannten freiwilligen Prostitution, der in unterschiedlichen Schätzungen mit bis zu zehn Prozent angegeben wird, führe ich hier an, um das Thema ausgewogen zu betrachten. Gewiss gibt es Frauen und Männer, die sogar Spaß an ihrem Job haben, diese setzen sich allerdings nicht gewalttätigen Zuhälter*innen (ja, es sind auch Frauen darunter) aus. Sie bieten meistens Escortservice an und sind in der Regel selbstständig, wählen ihre Kunden also ganz bewusst aus.
Dass es auch Frauen gibt, die für männliche Begleitung bezahlen, zeigt ein aus meiner Sicht sehenswerter Film, den ich bereits einmal vorgestellt habe.
Auch behinderte und alte Menschen haben Lust auf Sexualität, es gibt speziell darauf abgestimmte Angebote von Menschen, die sich auf diese auf Niveau und Einfühlsamkeit bedachte Begleitung einlassen.
Zwangsprostitution bedeutet einen tiefen Einschnitt in die Selbstbestimmung und in die Würde eines Menschen.
Zwangsprostitution hinterlässt tiefe Spuren in den Seelen von missbrauchten Menschen. Speziell Traumatherapeut*innen wissen darüber zu berichten. Wenn es in Staaten wie Österreich Gesetze gibt, die Prostitution als Arbeit anerkennen und Einkünfte versteuern lassen, sehe ich einen Staat als Förderer von Prostitution, ich möchte es so deutlich ausdrücken.
Kein Mensch darf eine Ware sein, niemals!
Dass diese Haltung auch bei Männern ankommt, bedarf einer Aufklärungsarbeit, die bereits früh ansetzt. Wenn Buben bald lernen und verinnerlichen, dass Mädchen und Frauen gleichgestellt sind, reift eine respektvolle Sicht auf Mädchen und Frauen.
Buben werden zu Burschen, Burschen zu Männern -
sie werden verstehen, dass alle Menschen gleich sind und kein Mensch das Recht hat, einen anderen Menschen in seiner Würde zu verletzen.
Bild: Pixabay



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