Zeit für uns selbst
- C*

- vor 1 Stunde
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In einer Welt, die ständiges Handeln von uns fordert, sind wir oft mit der Herausforderung konfrontiert, Zeit für uns selbst zu finden. Sich selbst Me-Time zu verschaffen, wird häufig missverstanden und als egoistischer Rückzug abgetan. Dabei ist es entscheidend, der eigenen psychischen Gesundheit einen verlässlichen Stellenwert einzuräumen.
Es ist inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen, dass Dauerstress jene Hirnareale blockiert, die für Empathie, Geduld und Problemlösung zuständig sind.
Wir leben in einer leistungsorientierten Gesellschaft, in der die Notwendigkeit von Pausen und Selbstfürsorge abgewertet wird. Schnell steht im Raum, nicht leistungswillig und faul zu sein. Ich selbst habe in vielen beruflichen und privaten Situationen derart gehandelt, dass ich mir Pausen versagt habe. Dies ist gerade ein Thema in meiner beruflichen Reha, zu lernen, mir diese Pausen zuzugestehen und diese auch einzuhalten.
Meine Bedürfnisse nehme ich ganz deutlich wahr, es fällt mir allerdings schwer, sie klar zu kommunizieren. Da ich sehr großes Feingefühl für andere Menschen besitze, erkenne ich ihre Bedürfnisse häufig und unterstütze sie dabei, auch in diesem Sinne zu handeln.
In meinem Kopf steckte lange der Gedanke, dass man sich Erholung und Ruhe mit viel Arbeitseinsatz verdienen muss. Auch meine inneren Kritiker erkenne ich, es ist längst an der Zeit, sie effektiv durch Selbstmitgefühl zu ersetzen.
Selbstfürsorge ist ein Grundpfeiler emotionaler und psychischer Stabilität und im Sinne dieser möchte ich auch das kommende Wochenende verbringen. Das Wetter ist einladend, draußen wird es ungemütlich; Gelegenheit, zuhause das zu tun, was gut tut.
Archiv-Foto: C*



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