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Wut - eine unterschätzte Ressource

  • Autorenbild: C*
    C*
  • 10. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit


















Es ist kaum möglich, ein Zitat zu Wut zu finden, das den Kern einer positiven Botschaft trägt. Dass dies so ist, überrascht mich kaum, da Wut eine Emotion ist, die mit einem denkbar schlechten Ruf behaftet ist.

Oft war ich ratlos, wenn ich richtig wütend war. Warum kommt diese Wut über mich, wo ich doch ein friedfertiger und großzügiger Mensch bin?, das ging mir oft durch den Kopf. Eines Tages habe ich verstanden, was mir meine Wut aufzeigt.


Wut ist mehr als nur ein unangenehmes Gefühl. Sie kann eine kraftvolle Ressource sein, die uns verdeutlicht, wo unsere Grenzen liegen und wann diese verletzt werden.

Wut kann deutlich machen: Hier stimmt etwas nicht, hier werde ich respektlos behandelt. Diese Emotion kann uns Energie geben, mutig und entschlossen zu handeln, anstatt stillzuhalten oder uns kleinzumachen. Wut als eine konstruktive Kraftquelle ermöglicht es uns also, unsere Bedürfnisse erlebbar zu machen und dafür auch einzutreten.

So kann sich Wut von einer zerstörerischen Kraft in ein Zeichen von Selbstachtung und Stärke wandeln.


Foto: C* - Mural Harbor, Linz

Obiges Zitat wird häufig dem Kirchenvater Augustinus zugeordnet. Da ich hinsichtlich dieser Quellenangabe meinen Zweifel habe, erfolgt mein Hinweis auf das Internet.

 
 
 

12 Kommentare


Rosa Ananitschev
Rosa Ananitschev
17. Apr.

Da bin ich mit Dir der gleichen Meinung, liebe C Stern. Manchmal lässt Wut auch Berge erklimmen und Hindernisse aus dem Weg räumen. Wut macht die Abwehr möglich und hilft im Kampf gegen Ungerechtigkeit.

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C*
C*
17. Apr.
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Mit Deinen Anmerkungen bringst Du die positiven Anteile von Wut perfekt auf den Punkt, liebe Rosa! So erlebe ich das auch.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende für Euch, C Stern

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Anette
Anette
12. Apr.

Hallo, ich fand deine Gedanken zum Thema Wut sehr aufschlussreich. Es ist selten, dass diese Emotion so ausgewogen und konstruktiv beschrieben wird. Der Gedanke, dass Wut uns unsere Grenzen aufzeigen kann, war für mich besonders bedeutsam. Er verschiebt die Perspektive von etwas, das wir unterdrücken sollten, hin zu etwas, aus dem wir lernen können. Mir gefällt auch, wie du die Transformation von einer destruktiven Kraft zu einer Quelle der Stärke und des Selbstrespekts beschreiben. Das ist nicht immer einfach, aber eine wichtige Erkenntnis. Vielen Dank für diese Reflexion. Sie hat mir viel zu denken gegeben.


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C*
C*
12. Apr.
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Hallo Anette,

ich freue mich sehr über Deinen wertschätzenden Kommentar. Herzlich Willkommen hier 😀

Lange habe ich mich gefragt, woher meine Wut rührt - und ich habe auch bemerkt, dass es mir ohne diese Emotion manchmal gar nicht möglich war, auf eine Grenzüberschreitung angemessen zu reagieren.

Mein Aha-Erlebnis hatte ich erst vor eineinhalb Jahren - da wurde mir bewusst, dass Wut eine Ressource sein kann.

Liebe Grüße!

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andreaobi
12. Apr.

Am schlimmsten ist Ungerechtigkeit für mich, da kriege ich echt so eine Wut, eine schiere Ohnmacht. Vor allem, wenn man so gar nichts dagegen ausrichten kann. Das kann mich richtig krank machen. Wut bzw. Zorn spüre ich auch bei Rücksichtslosigkeit, Arroganz, Herzlosigkeit.

Ja, wenn sie Kraft schenkt, damit man sich wehren kann, finde ich sie auch gut.


Ein lieber Sonntagsgruß zu dir, liebe C Stern,

Andrea 🕊️

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C*
C*
12. Apr.
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Liebe Andrea,

so wie Du wünsche ich mir eine gerechte Welt - eine, in der wir alle aufeinander achten. Mich macht fassungslos, dass eine Handvoll menschlicher Bestien so vieles zerstören und schrecklich viel Leid über Menschen und über die Natur als unseren Lebensraum bringen. Selbst verbringen diese Leute ein Leben in Luxus und Sicherheit, während Millionen von Menschen hungern, sterben, leiden.

Wut, die einen ohnmächtig sein lässt, ist schrecklich. Ich kenne so eine Wut zu gut - und trotzdem darf ich auch ihre kraftvolle Seite erleben, dann ist sie ein Motor, etwas zu unternehmen.

Ganz liebe Grüße zu Dir

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gudrunebert
11. Apr.

In den letzten Tagen hatte ich große Wut, einfach, weil es Menschen gibt, die sich über alles hinwegsetzen, was Menschlichkeit verkörpern sollte. Und diese Wut hat mich dazu gebracht, das auch laut auszusprechen, nicht dazu zu schweigen. Ich beschimpfe niemand und werfe auch keine Steine. Die Wut in mir bringt mich dazu, nicht in Starre oder Ohnmacht zu verfallen. Und siehe da, sie wird klein und sanft.

Liebe Grüße an dich, liebe Chris.

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C*
C*
12. Apr.
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Ich kann sie gut nachvollziehen, Deine Wut, liebe Gudrun!

Ich glaube, es ist wichtig, dass wir uns dieser so gewaltigen Emotion stellen und ihr dabei auch zusehen, wie sie sich wandelt, von etwas Bedrohlichem zu etwas Tatenreichen.

Danke für Dein Hiersein, ganz liebe Grüße zu Dir!

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stemmer.recklinghausen
stemmer.recklinghausen
11. Apr.

Wut ist ein Gefühl, dass mich darauf aufmerksam macht, dass da etwas nicht in Ordnung ist, etwas anders sein soll, ich mit etwas nicht einverstanden bin. Wenn Wut dann "blind" ausagiert wird, ist sich meist wenig heilsam und zielführend.

Lasse ich mir aber Zeit hinzuschauen, dann kann ich erkennen, ob es in meiner Macht liegt, etwas zu verändern oder nicht. Wut kann dann vielleicht genau die Energie sein, die mich dazu befähigt, etwas zu verändern. Denn dann kann ich sie zielgerichtet einsetzten und entsprechend agieren. Herzliche Grüße

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C*
C*
11. Apr.
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Deine Erfahrungen mit Wut sind genau die, die ich selbst mache. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es sich bei reichlich anderen Menschen ebenfalls so verhält, aber möglicherweise nicht immer bewusst ist. Ganz klar wurde mir mein Verhältnis zu Wut vor eineinhalb Jahren auf meiner damaligen Reha.

Ich wünsche Dir ein gut verbrachtes Wochenende, herzliche Grüße nach Speckhorn

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