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Wohlgefühl - wie wir leben

  • Autorenbild: C*
    C*
  • 4. März
  • 3 Min. Lesezeit

Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel. (Sebastian Kneipp)
Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel. (Sebastian Kneipp)





















Ich habe vor kurzem einen Abend mit einem sehr geschätzten Menschen verbracht und wie immer gab es einige Themen, denen wir uns gewidmet haben.

Wir sind beide Menschen, die das Leben gerne ganzheitlich wahr- und annehmen. Auch dem Thema Vorsorgeuntersuchungen haben wir unsere Aufmerksamkeit gewidmet, dazu haben wir allerdings durchaus unterschiedliche Zugänge. Einig sind wir uns jedoch darin, dass ein gesunder Lebensstil mehr Balance für Körper, Geist und Seele schafft und dass Menschen, die aktiv und selbstverantwortlich auf ihre Gesundheit achten, weniger in Praxen von Ärzt*innen und Therapeut*innen zu finden sind. Wenn wir ein in mehrerlei Hinsicht gutes und erfülltes Leben führen, kann dies jedenfalls ein wichtiger Beitrag zur seelischen und körperlichen Gesundheit sein - gelebte persönliche Gesundheitsfürsorge also als beste Vorsorge überhaupt, wie ich meine.

Es gibt allerdings auch andere Faktoren, die unser Leben beeinflussen, denn natürlich hat es auch eine große Bedeutung, wo wir unser Leben verbringen. Eine Umwelt, die von vielen Schadstoffen und Umweltschäden belastet ist, wird kaum positiv auf das menschliche Wohlbefinden einwirken. Auch deshalb sollte es uns wichtig sein, unsere Natur zu achten und zu schützen, so kann sie auf viele Arten unsere Verbündete sein.


Mir scheint, dass das derzeitige Gesundheitssystem noch immer nicht garantiert, dass Menschen auf Augenhöhe mit Ärzt*innen und Therapeut*innen sind.

Ebenso hat es sehr lange gedauert, bis in Österreich die Gebietskrankenkasse in die Österreichische Gesundheitskasse umbenannt wurde. Immerhin, ein erster Schritt, Bewusstsein zu schaffen.

Ich wage ein gesellschaftliches System zu hinterfragen, im Rahmen dessen Menschen behandelt werden, die aufgrund ihrer Erkrankungen und der benötigten Behandlungen und Medikamente auch eine riesige Pharmaindustrie am Laufen halten - da behaupte ich ganz kühn: Es ist doch viel angebrachter, Menschen dabei zu unterstützen, um gesund zu bleiben. Dazu zählt für mich jedenfalls auch, dass Arbeitgeber*innen dazu verpflichtet werden, ihren Mitarbeiter*innen ein positives Arbeitsumfeld zu bieten. Keinesfalls nachvollziehen kann ich, warum in Österreich gerade Frauen soviel Druck erhalten, um Vollzeitjobs anzunehmen. In einer Welt, in der Arbeitsplätze immer knapper werden und Frauen noch immer für mühsame Care-Arbeit zuständig sind, sollten Arbeitgeber*innen flexibler sein.


Relativ wenige Menschen verdienen also sehr viel Geld damit, teure Medikamente und Impfungen zu produzieren, die natürlich auch gekauft werden sollen.

Dieses Geschäft floriert bestens, Pharmakonzerne werden immer reicher, natürlich müssen aber auch viele Menschen bei Kauflaune gehalten werden. Das wird unter anderem erreicht, indem mit Regierungen verhandelt wird - das hat man ja ganz deutlich in der Corona-Zeit erlebt. Reiche Staaten und die Pharmaindustrie - teure Produkte können also bestens platziert werden. In vielen anderen Ländern gibt es wiederum für eine gute medizinische Versorgung zu wenig Geld, da fehlt es oft an notwendigen Medikamenten.

Den Pharmaunternehmen geht es auch deshalb wirtschaftlich hervorragend, weil viele Menschen mit Angstbotschaften übersät werden - meine private Meinung, allerdings: Vor ganz genau sechs Jahren, zu Beginn der Corona-Pandemie, hat das bestens funktioniert, da konnte man beobachten, wenn man wollte. War den meisten von uns aus unterschiedlichen Gründen der erste Lockdown noch willkommen, wurde gleichzeitig von vielen damaligen Regierungen fleißig daran gearbeitet, die Menschheit in Angst und Schrecken zu versetzen. Mit viel Abstand betrachte ich diese Corona-Zeit heute anders als damals. Ich gehörte ganz klar zu denen, die die ersten Maßnahmen richtig fanden, den neuartigen Impfungen stand ich allerdings sofort skeptisch gegenüber. Das Impfthema wurde von meinem damaligen Dienstgeber sehr emotional behandelt, es gab starken Druck, sich impfen zu lassen. Dieser Druck existierte weit verbreitet in fast allen Unternehmen.


Ich stelle auch fest, dass vor allem in Hinblick auf die psychische Gesundheit immer mehr Diagnosen gestellt werden - ich erlebe diese Entwicklungen mit großer Skepsis. Bei mir wurde eine Angststörung diagnostiziert. Das finde ich sehr spannend, nämlich vor allem deshalb, weil das, was darunter fällt, von mehreren Ärzt*innen ziemlich unverantwortlich geradezu gepusht wurde: Ich habe in den letzten Jahren mehrere Situationen erlebt, in denen ich mit wenig menschlichem Gespür zu Untersuchungen geschickt wurde, weil an verschiedenen Stellen meines Körpers Krebs vermutet wurde. Wenn man dieses Wort, mit dem soviel Schmerz und Kummer verbunden sein können, wiederholt hört, kann man durchaus Sorgen verspüren, die sich während einer depressiven Episode zu Ängsten steigern. Das dürfte nicht besonders außergewöhnlich sein.

Auch, dass ich inzwischen entscheide, Begegnungen mit Menschen, die mir nicht guttun, (eher) zu vermeiden, scheint höchst verdächtig: Ich habe mich jahrelang sehr schwierigen beruflichen und auch privaten Situationen gestellt, mit sehr viel Mut, Energie und Ausdauer - irgendwann fühlte ich mich darüber zutiefst erschöpft. Was also tun? Ist es nicht angebracht, Menschen aus dem Weg zu gehen, die einem nicht guttun? Überall gelingt das ja ohnehin nicht. Ich wurde aber wieder "krankgestempelt". Es müssten also demnach sehr viele Menschen mit einer Diagnose versehen werden, die sich von egozentrischen, machtgeilen, intriganten und garstigen Menschen fernhalten, wo immer es möglich ist.

Als vier wesentliche Säulen der Gesundheit gelten Entspannung, Bewegung, Ernährung und Schlaf. Daran kann ich noch arbeiten.


Foto: C*

 
 
 

12 Kommentare


Edith Hornau
Edith Hornau
5. März

Ich drücke dir jedenfalls ganz fest die Daumen. Du bist noch jünger als ich, du lässt solche Eingriffe noch machen. Ich dagegen sage nein, egal, was gemacht werden soll an mir. In meinem Alter denkt man dann sicher anders, denn was kommen wird, soll sowieso kommen, da hilft oft auch keine OP. Ich habe schon zwei neue Fuß- und Kniegelenke, nun fangen meine Arme an, nachzulassen, zu schmerzen (das hängt mit meiner Krankheit zusammen, die ich schon von Kindheit an habe - ich bin eine unter 36 000 - irre, stimmts? Ich weiß, nichts wird besser, egal, was gemacht werden müsste...

Aber lass dich nicht beeinflussen von mir, zieh dein Ding durch, du schaffst alles, was du willst, denke ich!!!

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C*
C*
5. März
Antwort an

Ich bin ganz zuversichtlich, liebe Edith!

Vor allem auch deshalb, weil mich meine innere Stimme führt - ich war diesmal anfangs geschockt, als der Radiologe fündig wurde, aber schon zwei Tage später war ich ruhig und gelassen.

Wenn Ärzt*innen ruhig bleiben und gut erklären, dann ist schon viel gewonnen.

Mir ist völlig klar, dass man mit fortgeschrittenem Alter vieles anders sieht. Man wiegt wohl mehr ab. Dieses Abwägen ist auch der Grund, warum ich meine Mutter nicht mehr zu Ärzt*innen quäle. Nur noch solche Untersuchungen, die absolut notwendig sind. Eine Hautärztin hat bei unserer letzten Untersuchung eine Überlegung kundgetan - was, wenn man wieder eine neue krebsige Stelle entdecken würde: In diesem Alter, bei ihrem schlechten Allgemeinzustand noch operieren? Auch…

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andreaobi
5. März

Was ich im Laufe der Jahre gelernt habe, wie sehr Körper und Psyche miteinander verbunden sind. Selbst da, wo man es nie für möglich halten würde. Man kann also soviel selbst tun, um sich gut zu fühlen und Körper und Geist zu schonen oder zu beleben, was auch immer.

Der Mensch ist so komplex und jeder funktioniert doch anders. Die Ursachen für Erkrankungen zu finden, ist oft nicht einfach, was viel zu viele unnötige Untersuchungen nach sich zieht. Und von einigen Bekannten weiß ich, dass durch Fehldiagnosen viel Schaden angerichtet wurde. Ja, letztendlich sogar zum Tod geführt hat.

Ich höre deshalb auf meinen Körper und meine Seele, und versuche, sie in Einklang zu bringen. Das ist nicht immer leicht, aber…


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C*
C*
6. März
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Vielen Dank, liebe Andrea,

ich bin sehr gut in mein Wochenende gestartet. Sonne am Himmel - Sonne im Herzen - herrliche Teehaus-Stunden.

Ein wunderbares Wochenende für Dich 🍀

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Brigitte Fuchs
Brigitte Fuchs
4. März

Das ist ein sehr komplexes Thema, das immer nur in kleineren Bereichen zu überblicken und einigermassen zu verstehen ist. Mir scheint, es ist nicht falsch, auf die Signale des eigenen Befindens zu schauen oder zu hören und nicht nur auf die angeblich so hohe Kompetenz der Ärztinnen und Ärzte zu vertrauen. Sie sind manchmal auch einfach ratlos. Manchmal spürt man instinktiv selber, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät.

In diesem Sinne alles Gute für dich und uns alle,

Brigitte

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C*
C*
4. März
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Liebe Brigitte,

es ist auch meine Erfahrung, dass es wichtig ist, selbst den eigenen Signalen Gehör zu schenken.

Ich schätze mich glücklich, meist Ärzt*innen gewählt zu haben, bei denen ich mich gut aufgehoben fühle. Aber es sind halt auch fast alle Wahlärzt*innen, die großteils selbst finanziert werden müssen. Andererseits ist mir eine möglichst optimale Betreuung wichtig. Kassenpatient*innen werden durchschnittlich in Österreich mit vier - fünf Minuten Aufmerksamkeit bedacht, das ist gerade bei komplexen gesundheitlichen Situationen viel zu wenig Zeit.

Herzliche Grüße zu Dir & für uns alle viel Gutes, C Stern

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Annette Mertens
Annette Mertens
4. März

👍🙂Liebe C Stern, wie so oft, kann ich dir hier auch nur zustimmen, insbesondere was die Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit im Umgang mit Krankheit/Gesundheit betrifft. Herzliche Grüße, Annette

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C*
C*
4. März
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Liebe Annette,

mir hat ein Arzt mal gesagt, dass er mir nichts Neues erzählen könne - ich hatte anlässlich eines sehr aggressiven grippalen Infekts bereits alle Medikamente zuhause, die es brauchte, um mich wieder zu erholen. Ich setze immer auch auf alternative Heilmittel - gehöre aber nicht zu denen, die mit Schulmedizin gar nichts anfangen können. Wir wären ohne sie auch ganz schön aufgeschmissen, ich denke da an Akutsituationen wie Herzinfarkt, Gehirnschlag, Knochenbrüche ...

Also widerstrebt mir der Konkurrenzkampf zwischen Schul- und Alternativmedizin. Aus meiner Sicht können sie einander recht gut ergänzen.

Jeder sollte seinen eigenen Körper am besten einschätzen kennen, wer ein gutes Gefühl für sich hat, dem gelingt das wohl auch.

Herzliche Grüße zu Dir und danke für…

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Edith Hornau
Edith Hornau
4. März

Liebe C Stern, auch ich habe Probleme mit solchen Vorsorgeuntersuchungen. Eine Cousine von mir ging zweimal jährlich zum Frauenarzt, nie wurde etwas festgestellt, und dann auf einmal so sehr verkrebst, dass sie starb.

Auch legen Menschen zu vertrauensselig ihre Gesundheit in die Hände des Arztes. Erwiesen ist, dass schnell operiert werden soll, obwohl es auch anderweitige Heilungschancen gäbe.

Ein weites Feld, ja, und jeden betrifft es anders. Gut wären Zweitmeinungen, doch die Wartezeit dafür ist ja viiiiiel zu lang. Du siehst, auch hier liegt vieles im Argen.

Dir wünsche ich einen guten, einen gesunden Tag mit vertrauenswürdigen Menschen - und ja, Menschen, die einem nicht gut tun, meide ich, habe nur einen kurzen Gruß für sie, lasse mich auf nichts…

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C*
C*
4. März
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Leider, liebe Edith, gibt es auch in der Vorsorgemedizin keine Garantien, das zeigt das traurige Beispiel Deiner Cousine. Es gibt derart aggressive Krebsformen, dass man ihr rasantes Wachstum völlig übersieht.

Mir hat der Arzt bei meiner ersten Stanzbiopsie vor etwas mehr als zwei Jahren jedenfalls gesagt, dass, sofern die auffällige Stelle nicht eindeutig gutartig sei, operiert werde. Ich fühlte mich bei dieser Untersuchung sehr ausgeliefert und hatte Angst.

Mein heutiger Termin verlief ganz anders: Ich war bei einer sehr netten Ärztin, die das Anamnesegespräch führte. Sie erklärte in Ruhe, was gemacht wird. Bei der nächsten Station kam schon eine halbe Entwarnung, die Röntgenärztin in der Fachabteilung meinte, der Kalkherd in der Brust sei für sie nicht auffällig, eine Biopsie erfolge…

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