Wohlgefühl - wie wir leben
- C*

- vor 2 Stunden
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Ich habe vor kurzem einen Abend mit einem sehr geschätzten Menschen verbracht und wie immer gab es einige Themen, denen wir uns gewidmet haben.
Wir sind beide Menschen, die das Leben gerne ganzheitlich wahr- und annehmen. Auch dem Thema Vorsorgeuntersuchungen haben wir unsere Aufmerksamkeit gewidmet, dazu haben wir allerdings durchaus unterschiedliche Zugänge. Einig sind wir uns jedoch darin, dass ein gesunder Lebensstil mehr Balance für Körper, Geist und Seele schafft und dass Menschen, die aktiv und selbstverantwortlich auf ihre Gesundheit achten, weniger in Praxen von Ärzt*innen und Therapeut*innen zu finden sind. Wenn wir ein in mehrerlei Hinsicht gutes und erfülltes Leben führen, kann dies jedenfalls ein wichtiger Beitrag zur seelischen und körperlichen Gesundheit sein - gelebte persönliche Gesundheitsfürsorge also als beste Vorsorge überhaupt, wie ich meine.
Es gibt allerdings auch andere Faktoren, die unser Leben beeinflussen, denn natürlich hat es auch eine große Bedeutung, wo wir unser Leben verbringen. Eine Umwelt, die von vielen Schadstoffen und Umweltschäden belastet ist, wird kaum positiv auf das menschliche Wohlbefinden einwirken. Auch deshalb sollte es uns wichtig sein, unsere Natur zu achten und zu schützen, so kann sie auf viele Arten unsere Verbündete sein.
Mir scheint, dass das derzeitige Gesundheitssystem noch immer nicht garantiert, dass Menschen auf Augenhöhe mit Ärzt*innen und Therapeut*innen sind.
Ebenso hat es sehr lange gedauert, bis in Österreich die Gebietskrankenkasse in die Österreichische Gesundheitskasse umbenannt wurde. Immerhin, ein erster Schritt, Bewusstsein zu schaffen.
Ich wage ein gesellschaftliches System zu hinterfragen, im Rahmen dessen Menschen behandelt werden, die aufgrund ihrer Erkrankungen und der benötigten Behandlungen und Medikamente auch eine riesige Pharmaindustrie am Laufen halten - da behaupte ich ganz kühn: Es ist doch viel angebrachter, Menschen dabei zu unterstützen, um gesund zu bleiben. Dazu zählt für mich jedenfalls auch, dass Arbeitgeber*innen dazu verpflichtet werden, ihren Mitarbeiter*innen ein positives Arbeitsumfeld zu bieten. Keinesfalls nachvollziehen kann ich, warum in Österreich gerade Frauen soviel Druck erhalten, um Vollzeitjobs anzunehmen. In einer Welt, in der Arbeitsplätze immer knapper werden und Frauen noch immer für mühsame Care-Arbeit zuständig sind, sollten Arbeitgeber*innen flexibler sein.
Relativ wenige Menschen verdienen also sehr viel Geld damit, teure Medikamente und Impfungen zu produzieren, die natürlich auch gekauft werden sollen.
Dieses Geschäft floriert bestens, Pharmakonzerne werden immer reicher, natürlich müssen aber auch viele Menschen bei Kauflaune gehalten werden. Das wird unter anderem erreicht, indem mit Regierungen verhandelt wird - das hat man ja ganz deutlich in der Corona-Zeit erlebt. Reiche Staaten und die Pharmaindustrie - teure Produkte können also bestens platziert werden. In vielen anderen Ländern gibt es wiederum für eine gute medizinische Versorgung zu wenig Geld, da fehlt es oft an notwendigen Medikamenten.
Den Pharmaunternehmen geht es auch deshalb wirtschaftlich hervorragend, weil viele Menschen mit Angstbotschaften übersät werden - meine private Meinung, allerdings: Vor ganz genau sechs Jahren, zu Beginn der Corona-Pandemie, hat das bestens funktioniert, da konnte man beobachten, wenn man wollte. War den meisten von uns aus unterschiedlichen Gründen der erste Lockdown noch willkommen, wurde gleichzeitig von vielen damaligen Regierungen fleißig daran gearbeitet, die Menschheit in Angst und Schrecken zu versetzen. Mit viel Abstand betrachte ich diese Corona-Zeit heute anders als damals. Ich gehörte ganz klar zu denen, die die ersten Maßnahmen richtig fanden, den neuartigen Impfungen stand ich allerdings sofort skeptisch gegenüber. Das Impfthema wurde von meinem damaligen Dienstgeber sehr emotional behandelt, es gab starken Druck, sich impfen zu lassen. Dieser Druck existierte weit verbreitet in fast allen Unternehmen.
Ich stelle auch fest, dass vor allem in Hinblick auf die psychische Gesundheit immer mehr Diagnosen gestellt werden - ich erlebe diese Entwicklungen mit großer Skepsis. Bei mir wurde eine Angststörung diagnostiziert. Das finde ich sehr spannend, nämlich vor allem deshalb, weil das, was darunter fällt, von mehreren Ärzt*innen ziemlich unverantwortlich geradezu gepusht wurde: Ich habe in den letzten Jahren mehrere Situationen erlebt, in denen ich mit wenig menschlichem Gespür zu Untersuchungen geschickt wurde, weil an verschiedenen Stellen meines Körpers Krebs vermutet wurde. Wenn man dieses Wort, mit dem soviel Schmerz und Kummer verbunden sein können, wiederholt hört, kann man durchaus Sorgen verspüren, die sich während einer depressiven Episode zu Ängsten steigern. Das dürfte nicht besonders außergewöhnlich sein.
Auch, dass ich inzwischen entscheide, Begegnungen mit Menschen, die mir nicht guttun, (eher) zu vermeiden, scheint höchst verdächtig: Ich habe mich jahrelang sehr schwierigen beruflichen und auch privaten Situationen gestellt, mit sehr viel Mut, Energie und Ausdauer - irgendwann fühlte ich mich darüber zutiefst erschöpft. Was also tun? Ist es nicht angebracht, Menschen aus dem Weg zu gehen, die einem nicht guttun? Überall gelingt das ja ohnehin nicht. Ich wurde aber wieder "krankgestempelt". Es müssten also demnach sehr viele Menschen mit einer Diagnose versehen werden, die sich von egozentrischen, machtgeilen, intriganten und garstigen Menschen fernhalten, wo immer es möglich ist.
Als vier wesentliche Säulen der Gesundheit gelten Entspannung, Bewegung, Ernährung und Schlaf. Daran kann ich noch arbeiten.
Foto: C*



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