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Scherben bringen ein Lächeln

Autorenbild: C*
C*
21. Sept.
1 Min. Lesezeit



Heute auf meinem Nachhauseweg.

Eine junge Mutter hastet mit ihrem Kinderwagen zum Bus. Als sie den Wagen leicht neigt, um den Buseinstieg zu überwinden, gleitet eine volle Milchflasche zu Boden. Dort angekommen, ist die Glasflasche in unzählige kleine Scherben und einige größere Glasstücke zerbrochen. Also wieder hastig raus mit dem Voderteil des Kinderwagens, auf den Gehsteig zurück. Ich bücke mich gleichzeitig mit der jungen Frau, rasch versuchen wir, möglichst alle Scherben aufzuheben und in den Müllkorb zu werfen. Die Mutter wirft immer wieder einen ängstlichen Blick auf den Bus, ich deute ihr, sie solle einsteigen, den Rest würde ich übernehmen. Ein schüchternes Danke noch zum Abschied und schon nimmt der Bus Fahrt auf.


Als der nächste Bus ankommt, höre ich noch das Geräusch von kleinen Scherben auf der Straße. Als die Spur frei ist, bücke ich mich, um den Rest aufzusammeln, es soll nur niemand dadurch zu Schaden kommen: Auf Glasscherben ist eine liebe Bekannte vor etwa einem Jahr ausgerutscht - Schulterbruch!

Ein junger Mann gesellt sich an meine Seite, beide arbeiten wir weiter - und lächeln uns immer wieder zu, mit einem Danke auf den Lippen. Schnell sind die restlichen Scherben im Mistkübel gelandet, nun sind Gehsteig und Fahrbahn wieder frei von Scherben. Von dem kleinen Unglück bleibt nur noch eine Milchspur zu sehen.

Mir hat diese kleine Aktion Freude gemacht - denn so wünsche ich mir unsere Welt: Hilfsbereitschaft unter den Menschen, selbstverständlich füreinander da sein. Manchmal ist das ganz einfach.


Bild: Pixabay, "LensPulse"

 
 
 

10 Kommentare


Annette Mertens
Annette Mertens
30. Sept.

Liebe C*, nun hast du es geschafft und mich zu Tränen berührt! Wie schön! Was für eine tolle Begebenheit 🍀🙂☺️♥️Herzliche Grüße, Annette

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C*
C*
30. Sept.
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Solche Begebenheiten sind Momente, an denen ich wieder Vertrauen ins gelingende Menschlichsein gewinne. Sie klingen lange in mir nach ... Voller Dankbarkeit🙏

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Jutta Urbat
Jutta Urbat
22. Sept.

Eine sehr schöne Geschichte. Ich breche mir doch keinen Zacken aus der Krone, wenn ich mal jemandem helfe. Ich habe jedenfalls immer die Erfahrung gemacht, dass Hilfe und ein Lächeln immer wieder zurückkommt.

Liebe Grüße - Jutta

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C*
C*
22. Sept.
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Diese Erfahrung mache ich auch - was wir aussenden, kehrt zurück. Wunderbar, dass es überall auf der Welt funktionieren kann.

Ich wünsche Dir einen schönen Abend, herzliche Grüße nach Berlin

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nandana
22. Sept.

Da ich fast täglich mit Bus und Bahn unterwegs bin, erlebe ich sehr viel Negatives. Es fällt mir richtig auf, wenn sich mal jemand "erbarmt" und einer jungen Mutter mit Kinderwagen oder einem älteren Menschen mit Rollator hilft, in den Bus ein- oder auszusteigen. Dabei denke ich "es gibt sie doch noch, die hilfsbereiten Menschen".

Auch ich habe schon vor geraumer Zeit eine nette Bekanntschaft gemacht, indem ich einer Dame über 80 Jahre in dem Bus mit ihrem Rollator half. Wir treffen uns oft zufällig im Bus und fahren meistens dieselbe Strecke, sie steigt eine Station vorher aus. Ich schaue auch, dass sie "heil" aus dem Bus rauskommt. Das kann manchmal mit Rollator auch schwierig sein, wenn der Bus weiter…


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C*
C*
22. Sept.
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Ohja, natürlich erlebe ich auch Fremdschäm- oder Kopfschüttelmomente, gerade beim Unterwegssein mit Öffis. Dennoch gibt es immer wieder Begebenheiten, die mich hoffen lassen, dass es vielleicht doch nicht zu spät ist für die Menschheitsfamilie.

Mit einem Rollator unterwegs zu sein, noch dazu mit Einkäufen, kann zur absoluten Challenge werden. Es ist schön für diese Frau, zu wissen, dass sie bei Dir immer Unterstützung findet. Und es wäre wunderbar, wenn auch andere Menschen auf die Idee kämen, hilfreich einzugreifen, einfach indem sie durch Dein Verhalten erinnert werden ...

Herzliche Grüße ins Nachbarland


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stemmer.recklinghausen
stemmer.recklinghausen
22. Sept.

Ein lächelndes Miteinander, in welcher Form auch immer, bereichert und erleichtert den Alltag. Wenn sich das mal nur in der Politik herumsprechen würde, dass ein Miteinander und Füreinander mehr Segen, sicher auch Wohlstand für alle bedeuten würde als dieses pubertäre Balzverhalten der (vermeintlich) Mächtigen. Es ist schon lange Zeit für einen Paradigmenwechsel.

Liebe Grüße

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C*
C*
22. Sept.
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Das sehe ich ganz genau so wie Du.

In der Politik sind viele Leute, die kaum ein reifes Verhalten zeigen. Eines, das dazu führt, Gemeinsames vor vermeintlich Trennendes zu stellen. Aber die Wurzeln für erschreckend kindische Verhaltensweisen sitzen einfach zu tief: Schon im Kindergarten werden Kinder auf Konkurrenz getrimmt. Auch in vielen Spielen geht es nicht um ein Miteinander, sondern ums Besser- und Schnellersein, immer muss jemand gewinnen.

Deinen Abschlussgedanken möchte ich genau so unterschreiben 👍

Herzliche Grüße nach Speckhorn

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Brigitte Fuchs
Brigitte Fuchs
22. Sept.

Eine wunderbare Geschichte. Ich bin begeistert!

Ja, so stelle ich mir ein funktionierendes Miteinander vor.

Danke fürs Erzählen. Und lieben Heutegruss, Brigitte

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C*
C*
22. Sept.
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Ich hatte schon viele Gelegenheiten,  Menschen zu unterstützen, da ich immer mit öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs bin. So nett wie gestern war's allerdings schon lange nicht mehr, der junge Mann hat mit seinem fürsorglichen Wesen großen Eindruck auf mich gemacht.

Herzliche Abendgrüße in die Schweiz

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