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Nicht der Rede wert

Autorenbild: C*
C*
vor 56 Minuten
2 Min. Lesezeit



Mental Load - ein Wort, das mich interessiert, ich bin in meiner Berufsorientierungsphase darauf gestoßen. Was sich in diesem Zusammenhang bei näherer Betrachtung auftut, finde ich höchst aufschlussreich. Vielleicht ist dieser Beitrag auch ein Aha-Erlebnis für einige Leserinnen? Ich möchte bewusst Frauen aufmerksam machen, denn diese sind gefährdet ...


Mental Load

Mental Load als Bezeichnung für Arbeit, die nicht als Arbeit zählt, die häufig als nicht der Rede wert erachtet wird und somit weitgehend unsichtbar ist.

Nachfolgendes stand noch nie in einer Beschreibung meiner Aufgabenbereiche:

  • Mitdenken und Vorausdenken

  • an Termine und Erledigungen erinnern

  • Materialbestellungen, noch bevor etwas ausgeht

  • Erledigungen durchführen, noch ehe sie beautragt werden

  • neue Mitarbeiter*innen an der Hand nehmen und ihnen den Einstieg menschlich erleichtern (und ganz nebenbei darauf achten, dass sie in keine Fettnäpfchen treten)

  • Abläufe kennen, Informationen weitergeben usw.


Wer also achtsam ist und viel bemerkt, hat gut zu tun: Denn wer einmal an etwas denkt und sich dabei auch noch erwischen lässt, ist ab diesem Zeitpunkt dafür zuständig.

Frag mal die C, die weiß das ... Die C protokolliert, die kann das ... (Das war an einem Arbeitsplatz völlig neu: Protokolle, die diesen Ausdruck verdienen, gab es bis dahin noch nie.) Die C sammelt das Geld ein, die denkt dran ... Die C besorgt die Blumen, die hat ein gutes Händchen dafür ... Die C organisiert ein Lokal für unsere Feier, die hat immer tolle Ideen. (Stand alles nie in einer Job Description der C.)

Zuverlässigkeit wird also rasch bemerkt, Lob ist in diesem Fall ein zweischneidiges Schwert, es bedeutet nämlich (fast) immer, weitere Aufgaben (die ja eigentlich eh keine sind, weil sie nicht der Rede wert sind) übertragen zu bekommen. Egal, in welchem Bereich ich gearbeitet habe, schnell befand ich mich genau in dieser Situation. War ja eigentlich auch schön, wenn mir jemand Vertrauen entgegenbrachte. Eigentlich. Also, lieb lächeln, die schätzen dich, die vertrauen dir. Ist doch eine Ehre.

Hier kommt mein Einwand: Solche Aufgaben, die angeblich nicht der Rede wert sind, summieren sich - und dann sind sie jedenfalls der Rede wert, aber keiner will das hören. Es ändert sich auch nichts am monatlichen Einkommen, denn diese Zusatzaufgaben stehen ja auch gar nicht in der Arbeitsplatzbeschreibung. Überstunden gibt es klarerweise dafür auch nicht. Diese Zusatzaufgaben sind selbstverständlich nur ehrenhalber zu mir gewandert. Ganz schön dumm von mir, mich nicht dumm zu stellen. Hat mir mein Vater manchmal geraten. Hab nie auf ihn gehört. Bumm, auf einmal lag ich auf der Nase. (Es gab natürlich auch andere Gründe, warum ich langsam, aber stetig vollständig ausgebrannt bin.) Hat beim ersten Mal - vor mehr als zwanzig Jahren - ein Jahr gedauert, bis ich wieder arbeitsfähig war.


Wie kann Frau unsichtbare Aufgaben sichtbar machen?

Das und noch vieles mehr, kannst Du hier lesen. Ein höchst lesenswerter Beitrag, wie ich finde.

Mental Load am Arbeitsplatz - und in der Familie. Wer davon betroffen ist, diese Frage ist sofort beantwortet.


Bild: mit Unterstützung von KI erstellt

 
 
 

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