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Mama hat zu tun

  • Autorenbild: C*
    C*
  • 14. Mai
  • 1 Min. Lesezeit



Vor wenigen Tagen: Eine junge Mutter fährt mit ihrem etwa dreijährigen Sohn im Bus. Der Bub sitzt in seinem Kinderwagen und langweilt sich sichtlich. Er strampelt mit seinen Füßen, tritt gegen die Buswand, strampelt wieder mit den Füßen, tritt erneut gegen die Buswand. Manchmal gibt er leise Wortmeldungen von sich, er spricht deutsch und englisch. In dieser Zeit scheint die Mutter in einer völlig anderen Sphäre zu sein. Sie ist in ihr Smartphone vertieft; dass der Sohnemann in der Zwischenzeit um ihre Aufmerksamkeit buhlt, bekommt sie gar nicht mit. So geht es noch eine Weile weiter, bis der Bub wiederholt seine Mutter anblickt und schließlich auch mit einem gewinnenden Lächeln versucht, auf sich aufmerksam zu machen. Als gar nichts hilft, wird der kleine Bub etwas lauter: Er richtet sich in seinem Kinderwagen auf und singt: I love you, Mummy.

Ich habe seine Liebeserklärung deutlich vernommen, während seine Mummy nichts davon mitbekommen hat ...


Geschichten von Kindern und über Kinder habe ich immer wieder gepostet, diese gehören zu meinen liebsten.


 
 
 

8 Kommentare


Kleiner Staudengarten
Kleiner Staudengarten
17. Mai

Welch eine Beobachtung, die einfach nur traurig macht....immer öfter sehe ich das auch und vor allem die handylesendenkinderwagenschiebenden Mütter verstehe ich absolut nicht. Wie gefährlich ist das im Straßenverkehr, wenn das Kind sozusagen vorangeschoben wird.

Dass es immer mehr Sprach- und Kommunikationsprobleme gibt wundert da niemanden mehr.

Einen lieben Gruß von Marita

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C*
C*
17. Mai
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Ich kann dieses Verhalten überhaupt nicht nachvollziehen, aber ich bin auch in einer anderen Zeit erwachsen geworden. Wie haben wir früher gelebt, als wir uns ohne Handys und Computer verständigen mussten? Wir haben etwas ausgemacht, waren zuverlässig und haben eben nicht kurzfristig abgesagt.

Wie gefährlich es sein kann, auf das Smartphone fixiert zu sein und dabei die Welt um sich herum zu vergessen, musste ich vor einigen Jahren live im Straßenverkehr erleben: Ein junges Mädchen verließ ein Geschäft, starrte auf das Smartphone, lief über die Straßenbahnschienen und wurde von der Tram erfasst und zwischen Bahn und Schienen eingeklemmt. Diesen Aufprall, den ich da vernommen habe, werde ich nie vergessen. Die junge Frau hatte sagenhaftes Glück, wahrscheinlich auch, weil sie sehr…


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nandana
15. Mai

Weil wir fast täglich viel mit Bus und Bahn unterwegs sind, erleben wir immer wieder solche oder ähnliche Situationen. Und nicht nur dort; kürzlich saßen wir in einem Café und beobachteten am Nachbartisch, wie eine junge Mutter ihr etwa 2jähriges Kind, das im Kindersitz am Tisch saß, mit der einen Hand fütterte und mit der anderen Hand auf dem Handy herumhackte. Einen Blickkontakt zum Kind gab es nicht oft, eine Kommunikation gar nicht. Handy war wichtiger.

Auch habe ich gesehen, wie ein quängelnder kleiner Junge ruhig gestellt wurde, indem er ein Smartphone bekam.

Auch Kinderwagen schiebende Mütter können es nicht lassen, dabei auf dieses Ding zu klotzen. Ja, es fällt ja schon auf, wenn mal kein Smartphone benutzt wird.


Ich…

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C*
C*
15. Mai
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Es ist tatsächlich erschreckend, dass Smartphones Ersatz für menschliche Kommunikation geworden sind. Und noch mehr bedauere ich, dass Mütter diesen Geräten den Vorzug geben. Nicht nur, dass es an liebevoller Kommunikation mit dem Kind fehlt, es scheinen auch viele zu vergessen, dass sie leuchtende Vorbilder sind.

Genau so erlebe ich es auch: Es fällt schon auf, wenn mal auf keinem Smartphone herumgewischt wird.

Aber es gibt ihn, den Gegentrend. In den USA steigen Menschen schon wieder auf sogenannte Dumbphones um, weil sie das eigene Verhalten auffällig finden. Ich brauche dazu keinen Trend, ich hatte noch nie ein Smartphone, es reicht mir in beruflicher Hinsicht.

Mir reicht der PC, mein Partner sieht das erfreulicherweise auch so.

Ich wünsche Dir ein schönes…

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Nicole Joost
Nicole Joost
15. Mai

Bitterzart. Wie überaus süß von dem Bub und wie (mir) unverständlich von der Muttter. Die heutige Situationen zwischen Kindern und Eltern gefällt mir überhaupt nicht. Aber was wollen wir machen? Lieben Gruß, Nicole

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C*
C*
15. Mai
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Es zeigt sich, dass uns auf vielen Ebenen Entschleunigung sehr gut täte. Es gibt wieder einen Trend zu Handys, die nur Telefonie und SMS-Dienst anbieten.

Ich erlebe auch Eltern, die sehr zugewandt sind, allerdings bilden sie in der Öffentlichkeit eher die Ausnahmen.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und viel Freude in Eurem idyllischen Garten, dessen Anblick ich immer sehr genieße. Schön, dass Du hier warst, liebe Nicole, herzliche Grüße, C Stern

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Brigitte Fuchs
Brigitte Fuchs
15. Mai

Das ist sowohl zauberhaft und süss (von Seiten des Jungen) als auch traurig und unverständlich (von Seiten der Mutter).

Mehr gibt es da eigentlich nicht zu sagen, die Situation spricht für sich.

Wie du sie in Worte gefasst hast, finde ich allerdings echt gut und total eindrücklich. Danke dafür und lieben Gruss in den Freitag,

Brigitte

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C*
C*
15. Mai
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So geht es mir auch - die Situation möchte ich einfach für sich stehen lassen, ohne jeden weiteren Kommentar meinerseits (was ich dabei empfunden habe).

Danke für Deine wertschätzende Rückmeldung,

ich wünsche Dir einen schönen Freitag. Herzliche Grüße in die Schweiz 🪻

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