Mama hat zu tun
- C*

- 14. Mai
- 1 Min. Lesezeit

Vor wenigen Tagen: Eine junge Mutter fährt mit ihrem etwa dreijährigen Sohn im Bus. Der Bub sitzt in seinem Kinderwagen und langweilt sich sichtlich. Er strampelt mit seinen Füßen, tritt gegen die Buswand, strampelt wieder mit den Füßen, tritt erneut gegen die Buswand. Manchmal gibt er leise Wortmeldungen von sich, er spricht deutsch und englisch. In dieser Zeit scheint die Mutter in einer völlig anderen Sphäre zu sein. Sie ist in ihr Smartphone vertieft; dass der Sohnemann in der Zwischenzeit um ihre Aufmerksamkeit buhlt, bekommt sie gar nicht mit. So geht es noch eine Weile weiter, bis der Bub wiederholt seine Mutter anblickt und schließlich auch mit einem gewinnenden Lächeln versucht, auf sich aufmerksam zu machen. Als gar nichts hilft, wird der kleine Bub etwas lauter: Er richtet sich in seinem Kinderwagen auf und singt: I love you, Mummy.
Ich habe seine Liebeserklärung deutlich vernommen, während seine Mummy nichts davon mitbekommen hat ...
Geschichten von Kindern und über Kinder habe ich immer wieder gepostet, diese gehören zu meinen liebsten.



Welch eine Beobachtung, die einfach nur traurig macht....immer öfter sehe ich das auch und vor allem die handylesendenkinderwagenschiebenden Mütter verstehe ich absolut nicht. Wie gefährlich ist das im Straßenverkehr, wenn das Kind sozusagen vorangeschoben wird.
Dass es immer mehr Sprach- und Kommunikationsprobleme gibt wundert da niemanden mehr.
Einen lieben Gruß von Marita
Weil wir fast täglich viel mit Bus und Bahn unterwegs sind, erleben wir immer wieder solche oder ähnliche Situationen. Und nicht nur dort; kürzlich saßen wir in einem Café und beobachteten am Nachbartisch, wie eine junge Mutter ihr etwa 2jähriges Kind, das im Kindersitz am Tisch saß, mit der einen Hand fütterte und mit der anderen Hand auf dem Handy herumhackte. Einen Blickkontakt zum Kind gab es nicht oft, eine Kommunikation gar nicht. Handy war wichtiger.
Auch habe ich gesehen, wie ein quängelnder kleiner Junge ruhig gestellt wurde, indem er ein Smartphone bekam.
Auch Kinderwagen schiebende Mütter können es nicht lassen, dabei auf dieses Ding zu klotzen. Ja, es fällt ja schon auf, wenn mal kein Smartphone benutzt wird.
Ich…
Bitterzart. Wie überaus süß von dem Bub und wie (mir) unverständlich von der Muttter. Die heutige Situationen zwischen Kindern und Eltern gefällt mir überhaupt nicht. Aber was wollen wir machen? Lieben Gruß, Nicole
Das ist sowohl zauberhaft und süss (von Seiten des Jungen) als auch traurig und unverständlich (von Seiten der Mutter).
Mehr gibt es da eigentlich nicht zu sagen, die Situation spricht für sich.
Wie du sie in Worte gefasst hast, finde ich allerdings echt gut und total eindrücklich. Danke dafür und lieben Gruss in den Freitag,
Brigitte