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Überwältigende Emotionen

  • Autorenbild: C*
    C*
  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit



Es gibt Momente, in denen ich von Emotionen so überwältigt bin, dass ich das, was mich bewegt, kaum in Worte fassen kann. Ich habe den Ausdruck ekstatischer Schock im Internet gefunden. Das trifft ziemlich gut, wie es sich anfühlt, wenn mich eine überwältigende Welle der Freude überrollt, wenn ich etwas von großer Schönheit erlebe, so eine Erklärung dazu.


So einen Schock könnte die Schauspielerin Sharon Stone gestern auf dem Wiener Opernball erlebt haben. Sie war nicht zum ersten Mal in Wien, sie ist also den Trubel etwa auch vom Life Ball gewöhnt und sicher auch aus der Zeit, in der sie in Hollywood sehr populär war. Dennoch dürfte sie der gestrige Abend außerordentlich beeindruckt haben, wie sie es auch im ORF-Interview, um Worte ringend, darzulegen versuchte, bevor sie in Tränen ausbrach und sich nicht mehr beruhigen konnte. Besonders von Amerikaner*innen hört man ja immer wieder, dass sie sich auf diesem Ball, wo von den Veranstalter*innen auf soviel Stil und Schönheit geachtet wird, wie in einem einzigartigen Märchen fühlen, das sie zunächst gar nicht als Realität fassen können. Nach einer kurzen Pause im Hotel, wo sich Sharon Stone offensichtlich in einer reizarmen Umgebung wieder fassen konnte, kehrte sie zurück und beobachtete das Ballgeschehen weiter von der Gastgeberloge aus.


Ich erlebe es immer wieder, vor allem, wenn ich in der Natur unterwegs bin oder mich ein Musikstück intensiv beschäftigt, dass ich eine Überwältigung verspüre, die manche Menschen vielleicht gar nicht nachvollziehen können. Ich bin dann so gefangen in diesen tiefen Emotionen und Gefühlen, dass ich mich tatsächlich zurückziehen muss, um all meine Sinneserlebnisse verarbeiten zu können. Obwohl meine Wahrnehmungen so zutiefst schön und außergewöhnlich sind, muss ich darauf achten, mich damit nicht zu überfordern.

Wenn mich etwas zutiefst berührt, kann das rasch zu Tränen führen. Ich genieße es allerdings sehr, derart tiefe Glücksmomente zu erleben. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass auch traurige Ereignisse außergewöhnlich tief eindringen. Wichtig ist in solchen Zeiten ganz besonders, auf meine Bedürfnisse zu achten, und vor allem auch über das, was mich beschäftigt, mit ausgewählten Menschen zu sprechen.


Innere Regungen von Menschen kann ich immer wieder fühlen, diese Menschen müssen mir nicht einmal persönlich bekannt sein. Manchmal spüre ich ihre Tränen (welche Emotionen sich auch immer ihren Weg nach außen bahnen) bereits, bevor sie auch nur im entferntesten in ihren Augen glitzern.

Besonders belastend wird dieses Fühlen dann für mich, wenn ich merke, dass eine Atmosphäre zwischen Menschen vergiftet ist oder dass ein Mensch krank ist.

Ich weiß mich von meinem Feinsinn reich beschenkt wie auch manchmal schwer belastet. Und ich registriere auch, dass es Menschen gibt, die ihre Zweifel daran haben, dass so etwas überhaupt möglich ist.


Foto: C* im Salzkammergut, ein zauberhafter Tag auf dem Feuerkogel #Natur

 
 
 

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